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Hängt die Zukunft der Amitelo AG am seidenen Steuer-Faden?

Autor: moehme | Erstellt am: 28.07.2009 | Gelesen: 1666
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Sehr geehrte Aktionäre der Amitelo AG,

Amitelo AG
Amitelo AG
in meinem voran gegangenen offenen Schreiben (siehe auch hier) hatte ich Sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir unterschiedlichste Wege prüfen, die Zukunft der Amitelo AG und damit den Wert Ihrer und meiner Aktien sicher zu stellen. In diesem Zusammenhang wurden auch wirtschaftlich dringend notwendige Entscheidungen getroffen und umgesetzt, wie die Einstellung des Geschäftsmodells MEDIACard AG, einer Schweizer Tochter der Amitelo-Gruppe. Dieses hat sich als überholt herausgestellt. Zudem wurden Vorbereitungen getroffen, die Einbringung der inzwischen nicht mehr bösennotierten Amitelo-Aktien in ein an der Börse gelistetes Unternehmen zu ermöglichen. Dies wäre für alle Aktionäre der beste Weg, einen angemessenen Aktienwert zu erhalten und diesen über die Börse handelbar zu machen.

Leider traf uns ein aktuelles Schreiben der Schweizer Finanzverwaltung sehr, zumal die Auswirkungen unerwartet und schwer einschätzbar sind. Danach wurden in den vergangenen Jahren seitens der Geschäftsleitung der Amitelo, die zum Teil auch Aktionäre waren, wie aber auch durch Dritte, die sich im Amitelo-Umfeld bewegten, Unternehmen in die Gruppe eingebracht. Diese mussten in der Regel bereits nach kurzer Zeit deutlich abgeschrieben werden. Eine Situation, wie sie zum Teil jedenfalls leider üblich für Unternehmen des Neuen Marktes war. Uns unbekannt war allerdings die Tatsache, dass dies offensichtlich steuerliche Forderungen auslöst.

In der Folge könnte die Schweizer Finanzverwaltung in den geleisteten Kaufpreisen und den kurz darauf folgenden Abschreibungen auf die Unternehmungen verdeckte

Gewinnausschüttungen sehen, die der Verrechnungssteuer unterliegen, die seitens Amitelo zu versteuern wären. Die Steuerlast, die im schlechtesten Fall mehrere Millionen Schweizer Franken betragen könnte, ist von Amitelo aufzubringen. Ein Kapital, das trotz Sanierungsmaßnahmen derzeit aber nicht zur Verfügung steht und unweigerlich zum Konkurs der Gesellschaft führen würde.

Wir sind daher derzeit mit der Beschaffung der alten Unterlagen beschäftigt, die wir der Steuerverwaltung einreichen müssen. Diese wird uns danach ihre Einschätzung bekannt geben. Anschliessend stehen uns eine Rekursfrist und weitere Rechtsmittel zur Verfügung. Selbstverständlichwerden wir alles Mögliche unternehmen, um Schaden abzuwenden. Auch wenn diese Angelegenheit für Amitelo gut ausgehen sollte, wird es eine ganze Weile dauern. Wir halten Sie selbstverständlich über den Ausgang auf dem Laufenden.

In diesem Sinne verbleibe ich mit besten Grüßen

Dr. Toni Stiffler
Verwaltungsrat der Amitelo AG
 
 
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