Haare Glätten gehört für viele Frauen - und mittlerweile auch Männer - fest zu ihrem regelmäßigen Stylingprozess. Doch wer sein Glätteisen häufig oder sogar täglich benutzt, sollte sicher sein, dass das dazu verwendete Gerät die Anforderungen an ein gutes Glätteisen erfüllt und die Haare nicht über Gebühr strapaziert.Wer ein
Glätteisen mit Metallplatten einsetzt, geht das Risiko ein, seinen Haaren ernsthaften und andauernden Schaden zuzufügen, weil die Struktur durch ungleiche Wärmeverteilung tief geschädigt wird. Dabei ist es nicht schwer, eine passenden
Haarglätter auszusuchen: Wer beim Kauf auf Heizplatten mit einer Keramikbeschichtung setzt oder sogar Vollkeramikplatten auswählt, kann sich generell auf der sicheren Seite wähnen und getrost zum Glätteisen greifen.
Dennoch sollte man keineswegs auf einen aktiven Hitzeschutz aus dem Fachhandel verzichten: Nur eigens für das Heißstyling vorgesehene Pflegeprodukte schaffen es, dem Haar den nötigen Schutz zu geben, das es währenddessen so dringend braucht. Man darf dabei nicht den Fehler begehen, nasse Haare direkt zu glätten, in dem Glauben, das kühle Nass könne das Haar in ausreichendem Maß schützen - kann es nämlich nicht. Sobald die heißen Keramikplatten das Nasse Haare berühren, führen die enormen Temperaturen von bis zu 230° Celsius dazu, dass das Wasser schlagartig verdampft, sich stark ausdehnt und irreparable Schäden im Haar hinterlässt.
Glätteisen kommen immer mehr in Mode, deshalb ist es wichtig sich in der Materie zurechtzufinden, wenn man selbst überlegt, sich ein Glätteisen zuzulegen.
Am wichtigsten ist es, die Qualität der in einem Haarglätter verbauten
Hitzeplatten beurteilen zu kennen und dabei geht es vor allen Dingen um das eingesetzte Material. Beim
Haare Glätten ist es von essentieller Bedeutung, dass die Hitzeplatten die hohen Temperaturen gleichmäßig abgeben und nicht an einzelnen Stellen mehr Wärme abgeben als an anderen, denn das würde dazu führen, dass die Haare unregelmäßig stark geglättet sind, was wiederum Wellen als Resultat hat. Es gibt unterschiedlichste Arten von Keramik; das in einem Glätteisen verbaute Tonmaterial ist allerdings von der sehr gut wärmeleitenden Sorte und verteilt die Hitze (im Idealfall) deshalb schnell und gleichmäßig.
Bei dem Begriff „Keramikplatten" sollte man genau darauf achten, ob es sich lediglich um keramikbeschichtete Metallplatten handelt oder ob die Heizflächen tatsächlich zu hundert Prozent aus Keramik bestehen, letzteres wäre nämlich zu bevorzugen. Keramikbeschichtungen sind nicht per se schlecht und können auch zu einem guten bis sehr guten Ergebnis verhelfen, doch es gibt starke Qualitätsunterschiede zwischen den Beschichtungen und es gibt einige schwarze Schafe unter den Glätteisen-Herstellern, deren Beschichtungen sich schnell ablösen und von Hitzeschutz-Produkten oder anderen Stylingmitteln stark angegriffen werden. Auf jeden Fall abzuraten ist von Glätteisen, die mit reinen Metallplatten ausgestattet sind, da sie das Haar stark angreifen und für gleichmäßige Temperaturverteilung nicht geeignet, wegen ihres geringen Preises aber immer noch im Handel anzutreffen sind.
Ein immer häufiger anzutreffendes Merkmal ist die sogenannte Turmalin-Beschichtung. Bei Turmalin handelt es sich um eine Art von Mineralen, die in größerer reiner Form auch als Edelstein bezeichnet wird. Werden Sie auf ein Glätteisen aufgetragen, haben Sie antistatische Wirkung und sorgen dafür, dass das Haar nicht durch Elektrostatik am Glätteisen haftet und möglicherweise unter der starken Hitze leidet. Außerdem könnten aufgeladene Haare sich leichter wieder verheddern und die Sleeklook-Frisur zunichte machen.
Autor: Laura Rother