G. R. Shawin
Die Menschen kennen viele, viele Gesetze. Diese sind nicht unbedingt auch
Gottes Gesetze. Das einzige Gesetz Gottes lautet: Vermehret euch.
Dem vulgären Trieb zur Vermehrung ist alles andere untergeordnet. Die Versorgung und der Schutz der Familie, der Sippe, des Clans und schließlich des Volkes dienen ausschließlich der Arterhaltung und der Vermehrung. Menschen lügen, stehlen und morden aus diesem Grund, aber sie lieben auch, sie beschützen und sie kümmern sich aus diesem Grund. Ohne diesen
Trieb wäre längst alles Leben dieser Erde verloschen, denn dieser Trieb ist Leben und alles Leben ist von Gott.
Sei du selbst. Gehe in dich und spüre was du willst. Deine Träume, deine Wünsche, deinen Willen. Lerne dein Ich kennen, freunde dich mit ihm an und du wirst es lieben. Denn das was du finden wirst ist Gott. Der Trieb, den wir tagtäglich in uns spüren, der uns treibt und antreibt, er ist enorm wichtig. In diesem Trieb steckt alle Energie und aus ihm entsteht all unsere Aktivität. Ob wir zur Arbeit gehen, um einen Partner werben, unsere Träume verwirklichen, ob wir Krieg führen oder für den Frieden kämpfen, wir tun all das immer, um unsere Art zu schützen und zu vermehren. Ganz klar ist auch die
sexuelle Aktivität triebgesteuert und von fundamentaler Wichtigkeit, wäre doch eine Fortpflanzung und somit die Arterhaltung ohne
Sex überhaupt nicht möglich.
Der Trieb, die Antriebsfeder des Lebens, die Quelle und das Fundament des Lebens, der Trieb – das Leben selbst, wird aus Unvernunft oder Unwissenheit häufig auf banalen Sex reduziert. Die
freie Gemeinschaft der Native Nation weiß hierzu:
In vielen Meinungen ist
Sex etwas Schlechtes und Widerwärtiges und etwas worüber nicht zu reden ist, weil man sich deswegen schämt. Wer Sex ausübt, der ist nicht rein, so denkt ihr, deshalb verbietet ihr eueren Priestern Sex. Doch ihr könnt euch in noch so teuere und elegante Kleider hüllen, darunter seid ihr alle nackt. Und wenn Gott euch ansieht, dann sieht er euere Kleider nicht. Und er sieht euere Ämter nicht. Er sieht euere Werke und er hört euere Worte und er liest euere Gedanken. Ihr braucht euch nicht verstecken und ihr braucht euch euerer Nacktheit nicht zu schämen. Desgleichen braucht ihr euch eueres sexuellen Tuns und euerer sexuellen Gedanken nicht zu schämen, denn sie kommen von Gott.
Achtet Gottes Gebote und ihr könnt nichts falsch machen. Der Schmutz daran kommt vom Menschen, denn der Mensch missbraucht dieses göttliche Geschenk für seine Zwecke, die weit entfernt sind vom Urtrieb und von Gott, und der Mensch missachtet die Gebote, deshalb macht er Sex zu etwas Verwerflichem. Wer nah bei Gott ist, für den wird Sex rein sein, doch wer fern von Gott ist, der beschmutzt Sex. Wer sich seines Sexes schämt, der schämt sich Gottes; wer
Sex beschmutzt, der beschmutzt Gott; wer Sex leugnet, der leugnet Gott.