Nach den Weihnachtsfeiertagen war der Leidensdruck groß: Der Hosenbund war straff gespannt und in der Kasse herrschte gähnende Leere. Schon standen zwei Punkte auf der Gute-Vorsätze-Liste für 2011: "Gewicht verlieren" und "Besseren Job finden". Dann kam der Neujahrsmorgen: Der Schädel brummte vom vielen Alkohol und den Zigaretten in der Silvesternacht und möglicherweise erinnerte man sich daran, dass man zu den Ungeküssten gehörte, als die Raketen zum Jahreswechsel in den Himmel zischten: "Mehr für die Gesundheit tun", "
Rauchen aufhören" und "Partner suchen" wurde auf der Liste ergänzt.
Inzwischen hat das neue Jahr seinen Lauf genommen und was ist passiert? Da kann man vor allem zwei Typen unterscheiden: Die einen haben noch am Neujahrstag mit der ersten Poweraerobic-Stunde begonnen und sind danach zum Wettschwimmen in die eisige Ostsee gegangen (natürlich bei einer 500-kcal-Diät), die anderen sagen: Das Jahr ist lang, irgendwann werde ich schon meine Ernährung umstellen/mit dem Rauchen aufhören/mir einen besseren Job suchen etc. Doch beide Typen laufen auf ihre Weise Gefahr, dass sich am Ende des Jahres nichts geändert haben wird - die einen, weil sie wegen Überforderung bald die Lust verlieren ("False-Hope-Syndrom"), die anderen, weil sie nie den Anfang finden werden.
Wie kann man es besser machen? Die Lösung des Dilemmas ist, sich seine persönlichen Ziele genau zu setzen und aus denen dann einen Plan der vielen kleinen Schritte zu entwickeln. Jeder beginnt da, wo er eben gerade ist, und setzt das nächste Etappenziel ein klein wenig höher. Sich selbst belohnen, nicht vergessen, damit es auch Spaß macht!
-> Mehr Tipps zu Gute Vorsätze in die Tat umsetzen
Eva Schumann, Freising