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Gut beratene Senioren

Autor: findur | Erstellt am: 01.04.2011 | Gelesen: 389
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Selbstverständlich wollen auch Senioren an den neuen Möglichkeiten der Telekommunikation teilhaben.

Wer sich mal in der Handyabteilung der großen Elektromärkte oder in den Mobilfunk-Läden der Fußgängerzonen herumgetrieben hat, wird feststellen können, dass da jede Menge Kids herumlaufen. Mädchen sind auch dabei, aber meist sind es Jungs im Alter zwischen 10 und 16 Jahren und die probieren mit Leidenschaft jedes neue Mobilfunktelefon aus, das dort angekettet ausliegt. Mit einer geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit gelangen sie in alle Menüs und suchen nach bestimmten Anwendungen oder vorinstallierten Applikationen. Und die Fragen, die dann an die Verkäufer gestellt werden, sind teilweise so speziell, dass die oft nur mit den Schultern zucken können. Und dann probieren die Kids solange an dem Gerät herum, bis sie es herausgefunden haben oder die Geduld des Verkäufers beendet ist, denn kaufen wollen die meisten hier ja eh nichts.

Der Eine ist da geduldiger und nachsichtiger als der Andere. Besonders interessant ist es zu beobachten, wie sich die „User" in diesen Läden gegenseitig helfen. Gerade Erwachsene, selbst wenn sie die Vierzig noch nicht erreicht haben, sind oft nicht auf der Höhe der Handy-Entwicklung. Nur äußerst schwerfällig gelangen sie über die Benutzeroberfläche an so etwas wie ein Menü. Da hat schon Mancher nach drei Mal probieren das Gerät einfach frustriert wieder weggelegt. Das ist die Stunde der Kids. Wer hier mal einen Rat braucht, fragt einfach mal die jungen User. Da bekommt man Infos und Erklärungen, wie man sie von den Verkäufern selten hört, denn die kennen sich meist besser mit den Handyverträgen und den verschiedenen Tarifen aus als mit der Technik. Es ist auch erstaunlich wie schnell diese Jungs erkennen, was der Kunde eigentlich benötigt. „Wie kein GPS, keinen Mediaplayer, keine Spiele, kein mobiles Internet? – also kein Smartphone?" Das erkennen sie messerscharf. Es wundert sie zwar meist, denn das ist es, was eigentlich alle fasziniert, aber sie wissen Rat. „Sie brauchen ein Seniorenhandy", sagen sie und deuten auf ein Mobiltelefon, das große Zahlen-Tasten hat und mit einem ganz einfachen und übersichtlichen Menü aufwarten kann. Da ist mancher erstaunt, dass es das auch noch gibt und meist liegen diese Geräte weit unterhalb der Hundert-Euro-Marke. Das mit dem „Senioren-Handy" stört zwar viele, aber ehe man sich bei jeder Anwendung eine Lesebrille auf die Nase setzen muss, nimmt man diese grobe „Stigmatisierung" doch in Kauf.

Andreas Mettler
 
 
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