Dame mit Fächer von Gustav Klimt
Einer der bekanntesten Maler aus Österreich ist
Gustav Klimt. Er ist Mitbegründer der Künstlervereinigung „Wiener Secession". Einer Bewegung, die das traditionelle und konservative am Historismus angelehnte Kunstverständnis ablehnte.
Gustav Klimt malte zwischen 1883 und 1918 in Wien. Seine Werke riefen ambivalente Reaktionen hervor: Zum einen wurde er geliebt, denn seine weiblichen Porträts hatten eine subtile erotische Ausstrahlung, die die Wiener Gesellschaft feierte - aber gleichzeitig abstieß.
Auch Gustav Klimts Position in der Kunstgeschichte ist zwiespältig: Zunächst wurde er in der Kritik der deutschen Künstler als reine Dekorationsmalerei abgetan. Erst später wurde sein spezieller Stil als inspirierend für neue Kunstrichtungen, wie den Kubismus und die abstrakte Malerei, erkannt.
Für seine Bilder ist ein ornamentaler, goldener Hintergrund charakteristisch. Er schuf vor allem Portraits von Damen und Landschaftsdarstellungen mit impressionistischen Stilelementen.
Seine Portraits der Adele Bloch Bauer sind weltbekannt. Nicht zuletzt deshalb weil „die goldene Adele"- mit einem Erlös von 135 Millionen US-Dollar - zu den am teuersten verkauften Gemälden der Welt gehört.
Auch die Portraits der Emilie Flöge sind weltberühmt. Emilie Flöge war eine schillernde Persönlichkeit der Wiener Gesellschaft und Lebensgefährtin Gustav Klimts. Im Gemälde „der Kuss" sind Gustav Klimt und Emilie Flöge als Liebespaar dargestellt.
Eines der berühmtesten Bilder von Klimt ist das „Beethovenfries", ein beeindruckender Bilderzyklus in der Wiener Secession, Klimt widmete den Fries dem Komponisten Ludwig van Beethoven.
Viele Bilder von
Gustav Klimt, sind in Wien zu bestaunen: Sie stehen Besuchern in der Secession, im Museum für Angewandte Kunst, im Burgtheater und im Wiener kunsthistorischen Museum zur Besichtigung zur Verfügung.