Ein Flüssigdüngertank in Großenkneten bei Wildeshausen. Die fertige Anlage in Riepe wird ähnlich aus
Die GS agri eG wird im Gewerbegebiet in Riepe eine moderne Tankstelle für Flüssigdünger errichten. Diese für die Landwirte der Region sehr gute Nachricht konnte Jürgen Diers, Projektleiter der Genossenschaft aus Schneiderkrug bei Cloppenburg, am Donnerstagabend überbringen. Diers war vom Saatbau- und Versuchsring Emden/Riepe als Referent zu einer Veranstaltung zum Thema Flüssigdünger eingeladen worden.
Seit Jahren schon suchten die Landwirte nach einer Möglichkeit, Flüssigdünger für ihre Felder schnell und einfach einkaufen zu können, betonte Jelto Haneborger, der Vorsitzende des Saatbau- und Versuchringes Emden/Riepe. In Ostfriesland ansässige Unternehmen zeigten angesichts des Investitionsvolumens – die Tankstelle wird die GS agri etwa 150.000 Euro kosten – kein Interesse. Auf die Genossenschaft aus dem Oldenburger Münsterland stießen die Bauern, weil diese seit einem guten Jahr im Raum Norden aktiv ist. Erste Gespräche zeigten schnell, dass der Saatbau- und Versuchsring Emden/Riepe auf der Suche nach einem innovativen Partner für das Projekt fündig geworden war.
Die Flüssigdünger-Tankstelle wird in den kommenden Wochen in der Dieselstraße entstehen, ein entsprechendes Grundstück hat die Genossenschaft bereits erworben. Wann genau der Betrieb aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. „Der Zeitpunkt hängt von Faktoren ab, die wir nicht beeinflussen können", sagte Jürgen Diers. Der Bauantrag werde zurzeit gestellt, unmittelbar nach dessen Bewilligung könne es losgehen. „Falls das Wetter mitspielt", ergänzte Diers. Bis es soweit ist, liefert die GS agri die Flüssigdünger wie gewohnt per Lastkraftwagen aus.
An der Tankstelle werden die Landwirte, rund um die Uhr und bargeldlos mittels eines Chips, mehrere unterschiedliche Produkte erwerben können. Dabei besteht die Möglichkeit, die gewünschte Menge vorher auszuwählen. „Die Anlage wird auf dem allerneuesten Stand der Technik sein und ist darauf ausgerichtet, ihre Arbeit eine lange Zeit zu leisten", freut sich Jürgen Diers auf die Inbetriebnahme.
Till Oliver Becker