Einfach zu merkende Strategien
Wer ernsthaft BlackJack spielen und dabei den Hausvorteil des Casinos auf das absolute Minimum beschränken möchte, wird im Internet zahlreiche Tabellen zu optimale Spielstrategien und Anleitungen zum Karten zählen finden können. Für Alle, die aber dieses Spiel nur zum Spass zocken, sich aber trotzdem bemühen möglicht gut gegen den Dealer zu spielen, reichen ein paar einfache Überlegungen, um sich anhand einiger weniger Eckpunkte eine weitestgehend optimale Spielweise selbst zurechtlegen zu können. Diese grundlegenden Punkte der Basis BlackJack Strategien(Standard Spielvariante) möchte ich hier in aller Kürze beschreiben.
Die für eure Strategie entscheidende Situation des gesamten Spielverlaufs ist direkt nach dem Austeilen der Karten. Jetzt besitzt ihr zwei wichtige Informationen: Der Wert eurer eigenen Karten und die erste offene Karte des Dealers. Eure eigenen Karten bestimmen die grundlegende Ausrichtung eurer Strategie, die eine bekannte Karte des Dealers macht aber einige wichtige Änderungen eurer Entscheidungen notwendig. Beim BlackJack unterscheidet man abgesehen vom eigentlichen Kartenwert die Hand in sogenannte Hard Hands, Soft Hands und Paare. Paare erklären sich quasi von selbst, wobei zwei verschiedene Bildkarten mit dem Wert von jeweils 10 ebenfalls als Paar bezeichnet werden. Soft Hands(einfache/Leichte Hand) beinhalten ein Ass, während Startkarten ohne Ass als Hard Hand(schwierige Hand) genannt werden.
Die schlechtesten Gewinnchancen besitzt ihr mit den Hard Hands (Soft Hands sind durch das enthaltene Ass wesenlich leichter und profitabler zu spielen). Eure Strategieüberlegungen werden jetzt nur von eurem jetzigen Kartenwert und vom wahrscheinlichsten Kartenwert des Dealers bestimmt. Noch kennt ihr zwar nur eine offene Karte des Croupiers, es liegen im verbliebenen Deck aber verstärkt Karten mit hohen Punktwerten(8er, 9er, 10er). Hat der Dealer bereits eine Karte mit dem Wert 9 oder 10, wird er sehr wahrscheinlich eine hohe Punktzahl erreichen und stehen bleiben. Man selbst sollte in dieser Situation nicht bei einer halbherzigen 16 oder 17 stehen bleiben. Anders sieht es aus, wenn der Dealer mit einer mittleren Karte wie einer 5 oder 6 beginnt. Dann wird er mit der nächsten Karte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Punktzahl erreichen, bei der er noch einmal ziehen muss und sich dabei überkauft. In solchen Situationen sollte man auch mit einer relativ schlechten Punktzahl stehen bleiben und einfach nur auf einen Bust des Dealers setzen.
Die optimale BlackJack Strategie sieht bei Soft Hands ähnlich aus, nur mit dem Vorteil, dass man durch das Ass auf jeden Fall noch eine Karte ziehen kann ohne sich zu überkaufen(Ass wird immer zu Gunsten des Spielers als 11 oder 1 gewertet). Bei Paaren müsst ihr euch nur noch an Hand der Kartenwerte entscheiden, ob ein Split sinnvoll ist. Zwei Zehner solltet ihr immer stehen lassen, Asse werden immer geteilt. Der Split von 6er oder 7er ist nur sinnvoll, wenn der Dealer ebenfalls keine höhere Karte hat, ansonsten müsst ihr noch eine Karte nehmen, weil ihr die Hand sonst wahrscheinlich verlieren werdet. Ein Paar 5er darf auf keinen Fall geteilt werden, im Gegenteil: hat der Dealer kein Ass oder 10, solltet ihr mit einem Double versuchen, diese günstige Situation auszunutzen. Kleinere Paare haben kaum Wert und sollten nur geteilt werden, wenn der Dealer eine mittlere Karte zwischen 4 und 7 besitzt.