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Großkundgebung Gegen Faschismus - Für Tirol

Autor: schuetzen | Erstellt am: 30.11.2008 | Gelesen: 1092
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der Südtiroler Schützenbund demonstriert gegen faschistische Relikte in Südtirol und für ein freies, unabhängiges Tirol

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BOZEN - Einen Massenansturm erlebte die Großkundgebung mit anschließendem Protestmarsch des Südtiroler Schützenbundes. Fast 4.000 Schützen und Zivilisten waren bei der größten Protestkundgebung, die der Südtiroler Schützenbund bisher organisiert hat, mit dabei. Demonstriert wurde gegen Faschismus und für Tirol. Gefordert wurde dabei die Schleifung aller faschistischen Relikte in Südtirol und die Wiedervereinigung Tirols.

Der Bozner Waltherplatz konnte die große Menschenmenge kaum fassen. Aus allen Teilen des südlichen Tirol waren Schützen und deren Sympathisanten gekommen, um an der Großkundgebung teilzunehmen. Unterstützt wurden sie auch durch Abordnungen von Schützen aus dem nördlichen Tirol und Welschtirol. Die Landesregierung war durch Landesrätin Sabina Kasslatter Mur vertreten. Aber auch mehrere Landtagsabgeordnete und löblicherweise fast alle deutschen Gemeinderäte von Bozen waren anwesend.

Eröffnet wurde die Kundgebung durch Landeskommandant Paul Bacher: "Italien hat sich als einziges EU-Land 65 Jahre nach dem Sturz des Regimes von Benito Mussolini noch nie vom Faschismus distanziert und sich nie für die Verbrechen dieses Regimes bei uns Tirolern entschuldigt". Er sagte auch, dass der Südtiroler Schützenbund die Nase voll hätte vom Staat Italien, der faschistische Relikte duldet, und von den Politkern, die nichts dagegen unternehmen.

Anschließend folgten die Reden der sieben Bezirksmajore, welche über die faschistischen Relikte in Südtirol berichteten. Dabei verlangten sie die Entfernung des Sieges- und des Mussolinidenkmals in Bozen, der Beinhäuser an den Grenzen, des Alpinidenkmals in Bruneck und aller faschistischen Orts- und Straßennamen.

Gegen Ende der Veranstaltung richtete der Rechtsanwalt Dr. Sandro Canestrini, ein Antifaschist der ersten Stunde, mit sichtlicher Rührung, vor einer so großen Menge sprechen zu dürfen, ein Grußwort in italienischer Sprache an die Anwesenden. Canestrini: "Wenn sich Italiener mit einem Duce zu Ross identifizieren, so sei er selbst kein Italiener, denn Italiener verabscheuen den Faschismus und Nazismus."

Nach dem Lied "Dem Land Tirol die Treue" marschierten die tausenden Schützen und Zivilpersonen unter Trommelwirbel und mit Fackeln gegen das Siegesdenkmal, die faschistischen Straßennamen (Amba-Alagi-Str., Pater-Reginaldo-Giuliani-Str.) und gegen das Mussolinidenkmal am Bozner Gerichtsplatz. In der Altstadt standen am Straßenrand auf der gesamten Strecke des Protestzuges viele deutsche Südtiroler, aber auch zahlreiche Italiener und applaudierten den Demonstranten.

Dies änderte sich jedoch nach der Talferbrücke beim Siegesdenkmal. An die 500 Neofaschisten und Nationalisten empfingen die Demonstranten mit Faschistengruß und störten den Protestzug durch wüste Beschimpfungen, Schmähgesänge, Hasstiraden und Feuerwerkskörper - unter ihnen auch bekannte Jungfunktionäre der Partei Alleanza Nazionale. Ihr Erkennungszeichen war die Trikolore in der Hand. Einige Neofaschisten schafften es trotz massiver Polizeipräsenz bis an die Schützen vorzudringen, diese anzuspucken, zu bedrohen und anzuschreien. Mit Worten wie "Crucchi di merda" (Scheiß Deutsche), "Tirolesi bastardi" (Tiroler Bastarde), "figli die putana" (Hurensöhne) usw. beleidigten sie die Demonstranten.

Nachdem einige italienische Zuschauer (sic!) die Schützen vor den Neofaschisten verteidigten, wurden auch diese von letzteren beschimpft. Von den Schützen wurden diese aufgefordert, sie sollen sich ihren Reihen anschließen, was sie auch taten. Gemeinsam marschierten sie dann Richtung Mussolinidenkmal, wo der Duce hoch zu Ross mit einem Lichteffekt durchkreuzt wurde.

Dort hielt der Bundesgeschäftsführer Elmar Thaler seine Gedenkansprache, in der er die Landeseinheit in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und der öffentlichen Verwaltung forderte. Thaler sagte, dass man sich bei der deutschen Wiedervereinigung auch nicht mit einer Währungseinheit und dem symbolischen Fall der Mauer zufrieden gegeben habe, sondern man habe die Wiedervereinigung in allen Bereichen vollzogen. Außerdem betonte er, dass der Südtiroler Schützenbund gegen Faschismus und gegen Nationalsozialismus sei. Anschließend gedachte er der vier Tiroler jüdischen Glaubens, welche in der Reichskristallnacht am 9. November 1938 in Innsbruck von einheimischen Nazis ermordet worden waren.

Als Höhepunkt wurde das Manifest "Gegen Faschismus - Für Tirol" durch eine Marketenderin und einen Schützen der Schützenjugend verlesen. Darin wurde die sofortige, kompromisslose und vollständige Schleifung aller Denkmäler, die Intoleranz und faschistische Herrschaft und Gedanken verherrlichen, gefordert. Auch wurde betont, dass die Autonomie nur eine Zwischenlösung sei und das Ziel aller Österreichischen und Südtiroler Parteien von 1919, ein vereintes Tirol sein müsse, damit alle Tiroler in einem Vaterland und in einer Heimat ohne Teilungsgrenzen, in einem Europa der freien und selbstbestimmten Völker leben können. Mit tosendem Applaus wurde das Manifest von den tausenden Schützen und den unzähligen Zivilisten angenommen.

Gestört wurde der Ablauf am Gerichtsplatz von den Neofaschisten durch das Absingen der italienischen Nationalhymne und Beleidigungen gegenüber den antifaschistischen Schützen. Die Frage von LKdt. Paul Bacher an die Demonstranten, wer hier - in Anspielung auf den Spruch am Siegesdenkmal - wohl wem die Kultur beigebracht habe, war mehr als angebracht. Auch versuchte eine kleine Gruppe Neonazis die Kundgebung zu stören, welche aber vom Ordnungsdienst des Südtiroler Schützenbund es sofort in Schach gehalten und von der Veranstaltung verwiesen wurde.

Zum Abschluss wurde die Landeshymne gesungen. Die Südtiroler Schützen und viele Sympathisanten haben friedlich gegen faschistische Relikte und für ein freies Tirol demonstriert. Kein einziger Demonstrant ließ sich auf die beleidigenden Provokationen der Neofaschisten ein.

Mehr unter www.schuetzen.com/..message=727
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Alessandro Ogheri am 15.06.2009
Na bitte...
rassistische Vorwürfe von Südtiroler gegen Italiener!!!
Das ist doch lächerlich!
Die die Italiener scheiss Walsche , Itakas usw usw nennen, wollen uns Demokratie und Respekt lehren...

nächste Mal erwarte ich Demokratie Unterricht von Osama Bin Laden und Adolf Hitler, der (ICH ERINNERE EUCH DARAN, LIEBE SÜDTIROLER!!, KEIN ITALIENER WAR, SONDERN ÖSTERREICHER, WIE IHR SEIN WOLLT!!!)







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