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Griechenlands Premier kostet Märkten Milliarden

Autor: FranziSteiner | Erstellt am: 04.11.2011 | Gelesen: 340
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateArateA
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(Online-Artikel.de) - Giorgos Papandreou ist kein beliebter Mann in diesen Tagen. Der Premier von Griechenland hatte in den letzten Monaten schwer mit seinem Amt zu kämpfen.

Griechenlands Premier kostet Märkten Milliarden
Griechenlands Premier kostet Märkten Milliarden
Giorgos Papandreou ist kein beliebter Mann in diesen Tagen. Der Premier von Griechenland hatte in den letzten Monaten schwer mit seinem Amt zu kämpfen. Das Land steht nunmehr seit zwei Jahren kurz vor der Pleite und selbst nachdem bereits Hilfspakete an die Helenen gezahlt wurde, stieg der Druck noch weiter.

Die Europäischen Partner drängte zu Sparmaßnahmen, welche die griechische Regierung nicht umsetzte. Dem Gegenüber stand auch der Druck vom eigenen Volk, das protestierte und streikte um sich gegen den aktuellen Kurs aufzulehnen. So musste Papandreou viele ungeliebte Entscheidungen fällen und seine letzte war fatal: ein Referendum, um über die Annahme der europäischen Rettungspakete Abzustimmen.

Ein denkbar schlechter Zeitpunkt, hatte man doch gerade erst in Brüssel die Schlagkraft des Rettungsschirms EFSF angehoben und einen Schuldenschnitt für Griechenland durchgeboxt. Die europäische Politik reagierte empört und die Märkte mit rapiden Einbrüchen im Eurokurs. So kostete der Poker von Papandreou Milliarden. Und als ein Poker kann die fragwürdige Ankündigung wirklich angesehen werden. Unter Druck geraten, sah Griechenlands Premier kaum noch eine Hoffnung auf eine Wiederwahl und setzte aus Eigensinn auf diese fragwürdige Strategie. So riskierte er für seine eigene politische Karriere eine Europäische Rekordpleite – ganz zu schweigen von der absolut ungewissen Zukunft des eigenen Landes.

Mit diesem Poker hat sich Papandreou aber wohl verzockt. Auch in den eigenen Reihen verlor er dadurch Anhänger und in der griechischen Regierung wurden sogar Stimmen laut, dass eine Neuwahl abgehalten werden müsse. Auch auf internationaler Ebene bekam Papandreou eine Rüge. Bald nach der Bekanntgabe des geplanten Referendums über die Annahme der Rettungspakete wurde er nach Cannes zum Abendessen geordert, wo er sich wohl vor so manchem Europäischen Staatsoberhaupt rechtfertigen musste.

Gestern kam dann die Nachricht von der erneuten Kehrtwende des griechischen Premiers; nun doch kein Referendum für die Helenen. Der Papandreou-Poker war so schnell beendet, wie er begonnen hatte. Milliarden hatte er den Märkten dennoch gekostet.

Franziska Steine
 
 
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