Es ist die natürlichste Sache der Welt, zum Leben gehört das sterben. Dennoch haben fast alle ein großes Problem mit diesem Thema. Natürlich ist es ein Unterschied, wer gestorben ist. Ist es ein alter Mensch, dessen Lebenszeit wir als abgelaufen betrachten können, fällt die Trauer etwas leichter, als bei einem jungen Menschen, der das leben noch vor sich hatte, oder mitten im Leben stand. Aber wie auch immer, ein Grab gibt uns die Möglichkeit, der Trauer einen Ort zu geben. Zum Friedhof zu gehen und sich um ein Grab kümmern zu können/zu müssen, wird von vielen als gute und aktive Trauerarbeit angesehen. Entsprechend werden viele Gräber liebevoll gepflegt, und mit den Lieblingspflanzen des Verstorbenen bepflanzt.
Im Frühling stehen am Grab mehrere Arbeiten an: Die Winterabdeckung, meist aus Reisig, muss abgenommen, der Schmuck vom Totensonntag weggenommen werden, und der Stein sowie die Einfassung vom Winterschmutz befreit werden. Wenn auch um das Grab herum alles sauber ist, kann mit dem Frühjahrsschmuck begonnen werden. Sehr beliebt sind Stiefmütterchen, die bis zur zweiten Pflanzung im Mai in ihren bunten Farben blühen und ein frühlingshafter bunter Schmuck sind. Aber man kann auch eine Schale mit verschiedenen Frühjahrsblühern bepflanzen, die dann, voll erblüht, wie ein bunter Strauß wirken, aus Hyazinthen, Tulpen, Tausendschönchen und Primeln, beispielsweise. Das wirkt wunderschön, und hat den Vorteil, dass über Wochen immer wieder eine andere Pflanze in voller Blüte steht.
Haben Sie ein großes Familiengrab zu versorgen, sollten Sie darauf achten, dass bei den Büschen, die auf dem Grab gepflanzt werden, mehrere Sorten dabei sind, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, wie Blutpflaume (ein attraktiver Zierstrauch), Hortensien, oder auch Flieder und Rhododendren. So hat das Grab zu verschiedenen Zeiten im Jahr einen wunderbaren Schmuck, der natürlicher wirkt, als ein Strauß Schnittblumen, der ständig erneuert werden muss, soll er nicht ungepflegt aussehen. Bringen Sie zwischen die Büsche Steinchen und Zier Kies aus, ist der Wasserhaushalt gut gewährleistet, und das Unkrautwachstum hält sich in Grenzen. Außerdem ist dieser leicht zu pflegen.
Enrico Geduhn
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