Google will Spiele-Plattform aufbauen
In diesen Tagen wird ausgesprochen hartnäckig darüber diskutiert, wie die Zukunftspläne von Google aussehen. Der Name hat sich von einer Suchmaschine zu einem der größten der Branche entwickelt. Dennoch will man sich bei Google nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und will neue Territorien erobern. Spekulationen zufolge soll dies der Bereich des Social Gamings sein.
Ganz und gar aus der Luft gegriffen sind diese Vermutungen dabei nicht, scheint doch Google bereits seit vergangenem Jahres die Fühler nach möglichen Partnern in der Spielebranche auszustrecken. Im Juni 2010 sollen bereits Gespräche mit Zynga, Electronic Arts und Playfish stattgefunden haben. Besonders die ersten beiden dieser Namen sind absolute Schwergewichte im Bereich der Videospielindustrie. Geradezu als Bestätigung für diese Spekulationen wurde eine Stellenausschreibung aufgenommen, die Google veröffentlichte. Darin wird ein Produkt-Manager gesucht, der sich im Bereich Videospiele auskennt. Da ist das offizielle Statement von Google eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.
Manche wollen sogar schon genauere Informationen dazu haben, wie das kommende Angebot an Spielen im Internet von Google strukturiert sein soll. So soll nicht nur einfach eine Plattform aufgebaut werden, auf der Videospiele gezockt werden können, sondern das Augenmerk soll außerdem auf einem sozialen Aspekt liegen. So könnte ein ausgewachsenes soziales Netzwerk hinter der geplanten Plattform stecken. Ein Konzept, das bereits in zahlreichen Beispielen Erfolge feiern konnte. So sind Spiele-Plattformen wie Steam und diverse Angebote von Heimkonsolen wie Playstation Network nicht nur dazu da, Spieler ins Internet zu bringen, sondern dort auch ihre eigene Gamer-Identität aufzubauen.
Da liegt natürlich die Vermutung nahe, dass es sich bei dem angestrebten Projekt von Google vor allem um eine Plattform für
Social Gaming handeln könnte. Das wäre keine schlechte Entscheidung für den Internet-Riesen, denn Browsergames und
Flash-Spiele erleben einen regelrechten Boom. Und mit einer Instanz wie Zynga an seiner Seite, sollte das Projekt auch finanziell ausgesprochen lohnend werden.
Immerhin hat man dort in Erfolgen wie FarmVille, Zynga Poker und Mafia Wars bereits Erfahrungen sammeln können, wie man aus eigentlich kostenlosen Spielen einen finanziellen Erfolg macht.
Lena Koch