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Google Earth: Noch schärfer sollen die neuen Bilder werden

Autor: DaYFlaMe | Erstellt am: 17.09.2007 | Gelesen: 45582
Kategorie: News & Pressetexte | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Der Geodaten-Spezialist Digitalglobe, auf dessen Daten Google Earth basiert, will mit einem weiteren Satelliten noch detailliertere Bilder ermöglichen.
google earthAm Dienstag wird eine Trägerrakete mit dem Satelliten „Worldview I“ in den Weltraum starten. Der kommerzielle Satellit von Digitalglobe hat Kameras an Bord, die eine Auflösung mit einer Genauigkeit von 50 cm ermöglichen soll. Damit könnte Schlechte zeiten für Drogen-Barons anbrechen! Fahnder könnten nach Glashäusern suchen, Steuerbehörden nach ungenehmigten Anbauten, Swimmingpool-Reiniger nach potenziellen Kunden. Und bald schon könnte all das noch leichter werden.

Zwar steht Google Earth unter Auflagen, keine Bilder von zu hoher Auflösung anbieten zu können. Erlaubt sind dem Dienst aber selbst in den USA Auflösungen bis hinab auf 50 cm - und das ist eine Menge Spielraum für Verbesserungen. Denn große Teile des Satellitenbild-Angebotes kommen gerade einmal auf 15-Meter-Auflösungen und sind uralt.

Schnellere, häufigere Updates und deutlich bessere Auflösungen versprechen nun Satelliten wie "WorldView I". Das Teil ist zum Teil durch das amerikanische Verteidigungsministerium finanziert wurden. Mit so etwas kann man Observierten bei Bedarf auch in die Brieftasche sehen. Ausserdem steht es nicht fest, ob der Betreiber "DigitalGlobe" künftig an Google Earth verkaufen - und damit für mehr frisches Material sorgen wird.

Denn WorldView I fotografiert täglich rund 600.000 Quadratkilometer Fläche. Das Vorgängermodell schaffte etwa die gleiche Fläche pro Woche. WorldView I bekommt Ende 2008 Unterstützung von WorldView II, und auch die Konkurrenz schläft nicht: Im Frühjahr 2008 geht GeoEye mit ähnlichen Leistungskapazitäten ins Orbit.



Google-Earth-Fans wird und darf das alles freuen, denn bald schon bekommen wir öfter und zudem bessere Bilder unserer Heimstätten geboten. Sinnfälliger lässt sich der Wandel der öffentlichen Wahrnehmung in Bezug auf solche Bildquellen kaum noch beschreiben. Vor wenig mehr als einem Jahrzehnt wäre ein Dienst wie Google Earth aus verständlichen Gründen ein Anlass für ernste Bedenken gewesen. Heute ist es ein Hobby für Millionen - je schärfer, desto besser.
 
 
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