Die Konsequenzen aus der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise sind noch längst nicht in ihrer gesamten Bandbreite abzusehen. Die Staatsverschuldung hat erschreckende Ausmaße angenommen und wird weiter ansteigen sobald mit dem Auslaufen des Kurzarbeitergeldes der Arbeitsmarkt von der Krise erfasst wird, womit im folgenden Kalenderjahr zu rechnen ist. Viele Analysten gehen daher davon aus, dass den Ländern der EU eine massive, womöglich sogar von den Staaten gewünschte Inflation bevorsteht, mit der die überbordende Verschuldung eingedämmt werden soll. Andere Anlagen als Geld haben daher hohen Zulauf.
Gold als das wohl Edelste aller Metalle hat die Menschheit seit jeher fasziniert und war immer schon sehr wertvoll. In kaum einer Kultur wurde dem glitzernden Edelmetall keine besondere Aufmerksamkeit zuteil und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern; zu vielfältig sind die industriellen, aber auch die modischen und kulturellen Verwendungsmöglichkeiten, die eine hohe Nachfrage nach dem seltenen Element gewährleisten. Gerade in turbulenten oder gefährlichen Zeiten haben die Menschen schon immer wertbeständige Geldanlagen nachgefragt und neben Immobilien und Grundbesitz ist Gold die wohl Beständigste aller Anlagen.
Seit der Einführung des Euro ist der Goldpreis erheblich angestiegen, so dass Gold derzeit sicherlich nicht als Spekulationsobjekt mit kurzfristig steigenden Kursen zu sehen ist. Allerdings ist mit der anstehenden Erweiterung der Euro-Zone auf die östlichen Beitrittsländer mit ihren immer noch großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten erst recht mit einem Kursverfall der gemeinsamen europäischen Währung zu rechnen, was es noch notwendiger erscheinen lässt, in eine andere Form der Anlage zu flüchten, ehe das Ersparte nichts mehr wert ist. Gold ist hier auch wegen der unproblematischen Möglichkeit, es schnell und direkt zu kaufen und zu verkaufen sicher eine attraktive und vor allen Dingen beständige Alternative.
Christian Hübsch
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