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Glücksspielvertrag wird wohl nicht bestehen bleiben

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 10.06.2010 | Gelesen: 876
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Landtagsfraktion der FDP möchte das Glücksspiel- Monopol wieder abschaffen. Dieser habe seit seiner Gültigkeit im Jahr 2008 Niedersachsen um etwa 70 Millionen Einnahmen gebracht .

Poker und Casino
Poker und Casino
Die Landtagsfraktion der FDP möchte das Glücksspiel- Monopol wieder abschaffen. Dieser habe seit seiner Gültigkeit im Jahr 2008 Niedersachsen um etwa 70 Millionen Einnahmen gebracht und bei der Bekämpfung der Spielsucht nichts erreicht, so der Fraktionschef. Er verlangt, wieder private Anbieter von Sportwetten zu lizenzieren und Werbung für Lotto mehr zu erlauben. Aufgrund der Beschränkungen hierzulande sei Schwarzmarkt für Internet-Sportwetten in Milliardenhöhe entstanden und das der Vertrag habe nichts ausrichten können. Vor etwa zwei Jahren wurde der Vertrag unter den fadenscheinigen Argumenten, man wolle den Spielerschutz ausbauen, die Spielersucht reduzieren eingeführt, um das staatliche Monopol in den Bereichen Online Casino, Online Wetten und Online Lotto zu sichern.

Da lukrative Geschäft mit dem Glücksspiel wollte der Staat auf einmal ganz für sich alleine haben und warf alle eingesessenen Anbieter hinaus, so auch den beliebten Anbieter aus Gera. Es ist noch nicht geklärt, ob dieses Vorgehen gegen das aktuelle Recht in Europa verstößt. Seit 20 Jahren war die Sportwetten GmbH in Gera eine der ersten Adressen für legale Sportwetten. In Folge des Entschlusses der Bundesländer, ein Monopol für Glücksspiele zu etablieren und Glücksspiele im Netz gänzlich zu untersagen, wird das Unternehmen die operativen Sportwetten im Netz einstellen.

Doch diese Rechnung ging nicht auf, denn seit der Schaffung des Vertrages vor zwei Jahren gingen die Gewinne der Bundesländer in diesem Bereich um knapp ein Drittel zurück, im Web hingegen wurden laut dem Deutschen Lottoverband mit Online Wetten, Poker und Casino Gewinne in Milliardenhöhe erzielt. Die Spieler lassen den staatlichen Anbieter Oddset hinter sich und halten sich an die unzähligen Anbieter aus dem Ausland, hierfür können noch nicht einmal Steuern verlangt werden. Der aktuelle Vertrag verliert Ende nächsten Jahres seine Gültigkeit, wenn nicht 13 von 16 Bundesländern für seine Verlängerung stimmen. Manche Bundesländer wie Niedersachsen wollen den Vertrag nicht verlängern und nicht mehr mitmachen. Hier ist man auf dem richtigen Weg, denn dann gäbe es wieder Sportwetten in Gera.

Lena Koch
 
 
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