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Glücksspielprävention gegen Rückfälle

Autor: LenaKoch | Erstellt am: 25.08.2010 | Gelesen: 538
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Im Projekt zur Glücksspielvorbeugung, das auf vier Jahre angesetzt ist, löst der 48jährige Reiner Sillinger in Rotenburg den Diplom-Psychologen Boris Dickow ab.

Spielbanken
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Im Projekt zur Glücksspielvorbeugung, das auf vier Jahre angesetzt ist, löst der 48jährige Reiner Sillinger in Rotenburg den Diplom-Psychologen Boris Dickow ab. Dieser hatte sich zwei Jahre lang dieser Aufgabe angenommen und wird nun mit einer Ganztagsstelle in der ambulanten Therapie tätig werden.

In den letzten zwei Jahren sei es geglückt, ein Angebot für die von der Spielsucht betroffenen Glücksspieler auf die Beine zu stellen, man habe ein Beratungsangebot ins Leben gerufen und sei bewusst an die Öffentlichkeit gegangen, um besonders die Risiken des Glücksspiels aufzuzeigen, so Boris Dickow.

Besonders in Rotenburg, Zeven und Bremervörde sei die Anzahl der Spielhallen besonders hoch und in Folge sei die Zahl der Suchtbetroffen entsprechend hoch, die aufmerksam würden, so Dickow. Sein Kollege Sillinger arbeitet auf einer halben Stelle in der Suchtberatungsstelle im Verein für Sozialmedizin an der Großen Straße und arbeitet zudem noch im Sozialdienst des Diakoniekrankenhauses in Rotenburg.

Sillinger, der Sozialpädagoge und Suchttherapeut ist, wird die Arbeit von Dickow weiter fortführen. Das will sagen, dass die wöchentliche Sprechstunde für Betroffene mittwochs von 14 bis 16 Uhr weiterhin bestehen bleibt, auch die eigene Orientierungsgruppe für Glücksspiel donnerstags von 19 bis 20:30 Uhr bleibt erhalten.

Zudem wird Sillinger zukünftig in regelmäßigen Abständen mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes die Spielhallen aufsuchen und sich ein Bild machen. Diese seien laut ihm verpflichtet, Infomaterial über die Glücksspielgefahren auszulegen und dies auch so zu tun, dass es nicht übersehen und mitgenommen werden kann. Doch Erfahrungen beweisen, dass dies nicht gerne passiert.

Dabei sind besonders Hinweise zum verantwortungsvollen Spielen von Bedeutung, diese sind auch in den Spielbanken von Niedersachen vorhanden. Die Folgen einer Sucht können äußerst gravierend sein. Auffälliges Verhalten, Ängste, Depressionen und Schlafstörungen sowie Schulden, Lustlosigkeit, zerbrechende Partnerschaften und das Beiseiteschieben eigener Wünsche sind nur ein paar Suchtbegleiter.

Prävention ist also sehr wichtig und sei es nur, dass Betroffene bei Spielbanken und risikoreiche Variationen des Lottos ihre Sperrung einleiten. Dies sei aber nicht ausreichend, es brauche dann auch eine begleitende Beratung, so Dickow.

Spieler wendeten Tricks an und können dann ab einem gewissen Zeitpunkt ihrer Sperre ausweichen. Leider sei es nicht möglich, sich von den Angeboten gewerblicher Spielhallen sperren zu lassen, aber besonders dieser Bereich wäre wichtig, so Sillinger weiter. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass die Gefahr eines Rückfalls bei Spielsüchtigen besonders groß ist.

Lena Koch
 
 
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