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Glück - ja das gibt es wirklich!

Autor: PrinzessinBoots | Erstellt am: 25.07.2015 | Gelesen: 1719
Kategorie: Menschen & Biographien | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - von einer mutigen Reise, nach dem eigenen Glück

Glücklich sein!
Glücklich sein!

„Ich bin gerade einfach nur glücklich!", sage ich und spüre dem Satz nach, den ich da gerade ausgesprochen habe.

„Wahnsinn, dass das von mir kommt, aber ja, ich bin von tiefsten Herzen glücklich", lache ich und strahle in die Runde meiner Freunde, die mit mir zusammen beim Italiener sitzen.

Gestern Abend habe ich mich zum ersten Mal, seit Beginn meiner Reise vor über einem Jahr, wieder mit Freunden in München getroffen. Und als wir zusammen in dem gemütlichen Restaurant saßen, merkte ich erst, wie sehr mir diese Menschen und unsere Gespräche in den letzten Wochen gefehlt hatten.

Wer hätte das gedacht, nach so langer Zeit auf Reisen, nach all den Monaten der Suche nach mir selber und dem was mich glücklich macht, muss ich erst wieder in Deutschland landen, um von Herzen sagen zu können, ja ich bin glücklich.

„Manchmal traue ich mich gar nicht das auszusprechen, habe Angst, dass es wieder geht oder nur eine vorübergehende Situation ist", habe ich nach ein paar Minuten lachend hinzugefügt. Da waren sie wieder, meine Zweifel.

Es ist schon komisch, ich vertraute diesem Gefühl einfach noch nicht. Dabei genieße ich diesen Zustand schon seit drei Wochen. Wenn ich die letzten Monate ängstlich war, wütend oder traurig, waren das alles Gefühle, die ich ohne zu zögern annehmen und glauben konnte. Aber Glück, dieses wunderschöne Gefühl der Leichtigkeit und Freude in unserem Herzen kann ich einfach nicht fassen?

Ich glaube der Grund hierfür ist, dass ich mir so lange genau dieses Gefühl gewünscht habe. Das Gefühl ich bin dort angekommen, wo ich hin wollte, ich tue das was mich und mein Herz glücklich macht und genieße die Zeit mit mir selber. Denn vor nicht allzu langer Zeit, war der Gedanke an Glück noch ein kleiner Stern 1000000 km entfernt von meinem Universum.

Ich weiß noch, als ich vor gut zwei Jahren an einem Jahres-Seminar teilgenommen habe, einem Selbstfindungsseminar, um es mit einfach Worten zu beschreiben. Ich saß in der Kennen-Lern-Runde auf meinem Stuhl, fühlte mich unsicher und klein und wusste nicht so recht was ich hier eigentlich suchte. Ich fühlte mich undankbar und hatte in diesem Moment das Gefühl, ich könnte einfach nie zufrieden sein mit dem was ich hatte.

Als die Seminarleiterin Helen* mich fragte, was ich mir von dem Seminar wünschte, sagte ich einen einzigen Satz: „Ich will einfach mal wieder glücklich sein, dieses Gefühl im Herzen fühlen, von dem ich zwar ahne, dass es das gibt, aber von welchem ich schon gar nicht mehr weiß, wie es sich anfühlt".

…es sollte noch zwei Jahre dauern, bis ich zu diesem Punkt kommen sollte.

Und obwohl ich es damals noch nicht ahnte, an diesem Tag und in diesem Moment begann eine unglaubliche Reise um die Welt und zu mir selbst.

„Wenn du wirklich glücklich sein willst", antworte mir Helen damals, „dann darfst du beginnen, auf dein Herz zu hören. Auf die Stimme in dir, die dir sagt, was sie vom Leben will, ganz egal, wie banal und aussichtlos es manchmal auch klingen mag."

...So einfach sollte das also sein?

Ich konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass das überhaupt möglich war. Konnte da wirklich was bei rum kommen? Ich war so festgefahren in meinem Alltag, in meinem System aus Leistung, Erfolgsdruck, Geld und Sicherheiten in meinen Ängsten, falschen Partnerschaften und gesellschaftlicher Anpassung dass ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie ich auf dieser Bühne meines Lebens die Stimme meines Herzens finden sollte. Und tatsächlich fand ich sie weit abseits von all diesen Zwängen und auferlegten Glaubenssätzen.

Mein Weg der letzten zwei Jahre, war nicht immer einfach und mehr als einmal dachte ich hoffnungslos und verzweifelt: „Ich schaffe es nicht". Es gab Momente, da war ich völlig verloren und hatte sämtliches Vertrauen in mich und das Leben verloren. Es gab sogar recht viele dieser Momente. Aber es gab eben auch die anderen und es waren diese, die mir die Kraft gaben weiter zu gehen, die mir immer wieder Hoffnung machten, dass ich das richtige tue und es sich irgendwann lohnte, Schritt für Schritt weiter zu gehen.

...Und heute weiß ich, es hat sich gelohnt.

Es hat sich gelohnt, meinen Job zu kündigen, meine Wohnung aufzulösen und sämtlichen Besitz zu verkaufen. Es hat sich gelohnt alles aufzugeben um die Freiheit zu haben auf Reisen zu gehen.

So einen Schritt geht man sicher nicht alle Tage, aber ich dachte mir damals: „Was hast du denn zu verlieren? Willst du weiter in deinem alten Trott leben, nie ganz zufrieden aber immerhin sicher?" Ich wollte einfach nicht glauben, dass das alles sein sollte, was ich in diesem Leben erleben würde. Einen Job, der mich nie ganz ausfüllte und ein Leben, in dem ich bisher nur erahnen konnte, dass es Glück wirklich gab.

Glaubt mir, mehr als einmal waren in meinem Gedankenschatz auch Worte wie: leichtsinnig, irre oder unüberlegt dabei. Und selten waren mein Kopf und mein Herz zu dieser Zeit einer Meinung.


Und dennoch bin ich weiter gegangen, schien der Lichtblick am Ende des Tunnels auch noch so weit. Tief in mir wusste ich einfach, das war der einzige Weg. Als ich mich damals von meinem Ex-Freund getrennt habe und in ein tiefes Loch fiel, weil ich dachte, alleine schaffe ich es nicht, ich brächte diese Liebe und seinen Halt im Außen, da war das einzige, was mich weiter gehen lief, diese kleine, energische Stimme in meinem Herzen die sagte: „Wir schaffen das!"

Und was ich seit her erlebt habe, ist wahrlich unbeschreiblich. Ich habe die Welt gesehen ja, aber vor allem habe ich mich selber kennen gelernt. Es war, als wenn ich meine gesamte Vergangenheit noch einmal aufrollen und verarbeiten durfte. All meine Kindheitsthemen, meine Ängste alleine zu sein, meine Angst nicht akzeptiert zu werden, meine Angst ohne Mann nichts wert zu sein. All diese Dinge wurden mir in den letzten Monaten präsentiert. Und was habe ich getan? Ich bin durchgegangen, habe sie mir angeschaut, umgeben von Fischen am Great Barrier Reef oder dem gigantischen Himalaya Gebirge bin ich durch gegangen, weil ich gar keine andere Wahl hatte. Ich hatte keine Wahl, als endlich einmal hinzuschauen, meine Gefühle anzunehmen und mich auch mit diesen Fassetten lieben zu lernen.

Und ja, in diesen Momenten, wenn ich alleine in einem Hostelzimmer saß und mich selber umarmte, um den Schmerz in mir zu lindern, da dachte ich oft, ob das überhaupt einen Sinn hatte. Was bringt es mir, all diese Schritte zu gehen, wenn es scheinbar nie ein Ende nimmt?

Heute, nach all den Monaten darf ich zum ersten Mal fühlen, dass alles, alle diese Erfahrungen und Erlebnisse, alle Gefühle, Höhen und Tiefen einen Sinn hatten. Ich habe meine Vergangenheit aufgeräumt und gelernt, endlich zu mir selber zu stehen. Ich habe mir die große Freiheit erschaffen, auch alleine glücklich sein zu können und ich habe gelernt zu vertrauen. Dem Leben zu vertrauen, dass es mich immer führen wird – dass es immer eine Lösung gibt, wenn ich es nur schaffe zu vertraue.

Und das war wohl eine der schwersten Lektionen meiner Reise. Als das Geld immer weniger wurde, ich in Australien aber immer noch keinen Job gefunden hatte. Oder als ich völlig verloren in Indien umherirrte, auf der Suche nach einem Hostel, dass es angeblich gar nicht gab. In diesen Momenten habe ich oft nach oben geschaut und gefleht, dass ich jetzt bereit wäre für einen guten Rat und ein bisschen Hilfe.

Was soll ich sagen, ich lebe noch und ich weiß mittlerweile, dass die Dinge sowieso so kommen, wie sie kommen sollen. Das Leben hat mir immer genau das gebracht, was ich brauchte und mich am Ende nie am Boden aufschlagen lassen.

Und so bin ich mit diesem Vertrauen zurück nach Deutschland gekommen. In dem Vertrauen, ich darf auf mein Herz hören und das Leben sorgt für mich. Jetzt schreibe ich ein Buch, weil es sich richtig anfühlt und weil ich das schon immer machen wollte und genieße meine Freunde und dieses wunderschöne Land.

Der einzige Unterschied zu damals ist, ich bin bei mir angekommen, ich liebe mich selber und ich tue das, was mein Herz sich wünscht. Und so ist das Land in dem ich wohne, zwar immer noch das gleiche, die Person, die nun auf es blickt, aber eine andere geworden.

Der Weg lohnt sich und es ist eine große Befreiung, wenn wir den Mut haben uns unseren Ängsten, Vergangenheiten und Sehnsüchten zu stellen.

Es gibt das Licht am Ende des Tunnels und wir werden immer belohnt, wenn wir nur mutig genug sind, der Stimme unseres Herzens zu folgen. Ich weiß es, weil ich es selber erlebt habe!!!

*Namen geändert

Daniela Wennmacher

 
 
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