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Globalisierung = Amerikanisierung: z. B. Arbeits-Markt

Autor: WolfgangSchwalm | Erstellt am: 15.04.2010 | Gelesen: 3592
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Amerikanisierung: Digitalisierung, Ratio-nalisierung, Automatisierung, kybernetisch-mechanistisches Welt-Bild, ...

Mitsu Tomoe (Sonne, Himmel, Erde, Menschen)
Mitsu Tomoe (Sonne, Himmel, Erde, Menschen)
Wir leben in einer Kombination aus Kapitalismus (Neo-Liberalismus) und Demokratie (Mehrheits-Herrschaft). Die gegenwärtigen Arbeits-Markt-Veränderungen sind das gewollte Ergebnis früherer Entscheidungen. Leider gibt es heute kein Mittel gegen dieses kybernetische Wachstum: Weil das systemisch-vitalistische Weltbild ignoriert wird! Eine systemische Entwicklung wäre die menschen-freundlichere Lösung!

Zunächst eine wichtige Information wie Menschen ihre Welt sehen (Standpunkt > Blickwinkel):

Mechanistisches Weltbild, ... eine Position, welche auf einen metaphysischen Materialismus festgelegt ist, also auf die These, dass nur Materielles existiert und z. B. der menschliche Geist oder Wille nicht durch Bezug auf Immaterielles (Platon: Idee) erklärbar ist. Eine Unterform dieser These ist der Atomismus, wonach die gesamte Wirklichkeit aus kleinsten materiellen Objekten besteht. Hinzu kommt üblicherweise ein Determinismus (Ordnung) d. h. die These, dass die gesamte Wirklichkeit durch strikte Natur-Gesetze regiert wird, so dass prinzipiell bei deren exakter Kenntnis sowie einer exakten Kenntnis des Weltzustands zu einem Zeitpunkt alle Zustände zu allen Zeitpunkten errechenbar sind, was mittels der materialistischen These auch Zustände des menschlichen Geistes und Willens einschließt. Beiden metaphysischen Thesen, Materialismus und Determinismus, entspricht eine wissenschafts-theoretische Methodologie, wonach die Natur quantitativ und kausal (Ur-Sache - Wirkung) durch Bezug auf strikte Gesetze erklärt werden soll und kann, wie sie in der klassischen newtonschen Mechanik (Cartesisches System: y = f (x)) verwendet werden.

Dies betrifft insbesondere auch biologische Prozesse! Stellt sich also gegen den sog. Vitalismus (vs. Kybernetik), der ein eigenes Lebensprinzip (Evolution vs. Schöpfung) angenommen hatte.

Die drei Grundthesen, Materialismus, Determinismus und eine quantitativ-kausale Beschreibbarkeit und Erklärbarkeit (Berechenbarkeit und Beherrschbarkeit) der gesamten Wirklichkeit können bei einzelnen als „mechanistisch" bezeichneten Theorien sowohl in Kombination wie auch isoliert und ggf. abgeschwächt auftreten.

Quelle: wikipedia.de, Auszug

Schlimmer geht's nimmer: Kybernetiker erheben sich selbst auf die Meta-Ebene. Auf die Ebene, auf der sich die von Menschen erdachten Götter befinden!

Damit müssten Kybernetiker ihre Todesstunde kennen … Und was bitte begrüßt ihr Hund, wenn Sie nach Hause kommen, verehrter Kybernetiker?

Und gleich noch eine Korrektur: Gesetze kennen nur die Kulturen: §, Gesetze (Moralen > Normen)! Die Natur arbeitet mit Gesetzmäßigkeiten.

Merke: Kybernetik für Dampf-Maschinen. Systemik für Menschen!

Nun wäre das mechanistische Weltbild eine Sache von dilletierenden Laien, wenn …, ja wenn diese Gedanken im Rahmen unserer Industrialisierung nicht längst menschen-verachtenden Einfluss auf unsere Arbeitswelt hätten.

Deshalb zwei weitere wichtige Information:

Globalisierung, Prozess der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen. Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Unternehmen usw. Als wesentliche Ursachen gelten der technische Fortschritt, insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechniken, sowie die politischen Entscheidungen zur Welthandels-Liberalisierung.

Kapitalismus, ein Begriff, der eine Wirtschafts- und (demokratische = ´Mehrheits-Diktatur´) Gesellschafts-Ordnung bezeichnet, die auf Privat-Eigentum an den Produktionsmitteln sowie der dezentralen privat-unternehmerischen Planung der Wirtschaftsprozesse beruhen, die über den Markt-Mechanismus (Angebot und Nachfrage, Subvention = Steuerung/Kybernetik) koordiniert werden. Weitere charakteristische Merkmale: Streben nach Gewinn, Gegensatz zwischen Unter-Nehmern bzw. Kapital-Eignern und Lohn-Abhängige. Als Epoche der Ökonomie-Geschichte wird der Kapitalismus, getragen vom Bürgertum, vom Feudalismus abgegrenzt. Max Weber begriff den Kapitalismus im Zusammenhang mit der Herausbildung des okzidentalen Rationalismus. Für diesen ist eine Wirtschafts-Gesinnung typisch, die Weber als „asketisch-rationalen Geist" aus der protestantischen Ethik (Calvinismus) abgeleitet hat. Die Österreichische Schule sieht Kapitalismus als ein System, bei dem „die wirtschaftlichen Handlungen nach den Ergebnissen der Kapitalrechnung ausgerichtet werden".

Quelle: wikipedia.de, Auszug

Kybernetiker betrachten Menschen als kleine Automaten bzw. Maschinen. Menschen als Ergänzungen zu den Fließbändern der Ford-Nachfolger mit dem Tayler´schen Schmerzensgeld (Lohn). Leider inzwischen weltweite Realität.

Kanzlerin Merkel 2009 sinngemäß: „Wir regulieren etwas die Stellschrauben unserer Wirtschaft!"? Hallo, Frau Merkel: Die Gesellschaft ist kein Automat! Deshalb hat sie keine Stellschrauben ...

(s. a. Management by System ...)

Frederick Taylor (1856-1915) erfand die Wissenschaftliche Betriebs-Führung (Scientific Management (1911), Steuerung, Kybernetik: Steuerung). Er wollte die bezahlte Industrie-Arbeit (Effektiv: was?) möglichst effizient (wie?) organisieren. Diese schien durch die Anwendung von natürlich-universellen Gesetzen (physikalische, soziale und psychologische Grundsätze) möglich. Gemäß der christlichen Einstellung, dass der Mensch im Grunde schlecht sei (Erbsünde, Erlösung), würden sich Arbeiter zum Stundenlohn nicht verausgaben. Für die Arbeitgeber (!) definierte er deshalb zeit-, raum- und bewegungs-sparende checklistenunterstützte Arbeitsabläufe (55 Minuten Arbeit plus 5 Minuten Pause). Alles Individuelle der Arbeit sollte getilgt werden. Die Arbeiter-Initiative war absolut unerwünscht. Reiner Gehorsam war gefragt – wie beim Militär. Der Mensch = Arbeiter als normierte Maschinen-Verlängerung oder -Ersatz. Durch Zerlegung der Arbeitsschritteund der Ent-Lohnung vermied er Informations- und Wissens-Anhäufung beim Einzelnen im hierarchischen System Unternehmen. Auch die Wartung und Installation wurden auf Spezialisten übertragen. So nahm man dem Arbeiter die Übersicht über den Gesamt-Fertigungs-Prozess und Entscheidungen über seine Arbeit konnten von ihm nicht mehr gefällt werden.. Konsequenterweise stellte man in Amerika, und heute in Europa, einfältige oder hoch spezialisierte Arbeiter ein. Noch heute lebt der amerikanische, und immer mehr der europäische, Arbeits-Markt von gering gebildeten und häufig wechselnden Arbeitern (Zeit-/Projekt-Verträge).

Früher blieben europäische Arbeit-Nehmer lebenslang dem Unternehmen und dem Unternehmer (Patron) verbunden. Lehrlinge, Gesellen und Meister verfügten über eine hohe Selbständigkeit im Produktionsprozess in Industrie und Handwerk. Durch den Taylorismus wurde den Arbeitern die Herrschaft über ihre Organisation des Arbeitsprozesses von unten her entzogen und (weg-)rationalisiert.

Henry Ford (1863-1947) setzte die Fließbandarbeit konsequent bei der Auto-Produktion ein. Komplementär von oben her wurde durch den Fordismus die Arbeit am Fließband organisiert. Eine Erfindung der Chikagoer Schlachthäuser (Transformation of a pig into pork.). Ford´s Massen-Modell T wurde aus tausenden normierten und standardisierten Teilen und Arbeitsschritten zusammengebaut.

Taylorismus (Akkord) und Fordismus (Fließband) sind inzwischen in deutschen Schulen (z. B. Fach- statt Klassen-Lehrer), Krankenhäusern (2-Klassen-Medizin, 1 Nacht-Schwester für bis zu 40 Patienten) und Altersheimen angekommen.

Privatisierung und Gewinn-Maximierung sind 2 primäre Kapitalismus-Maxime. Die menschlichen Grund-Bedürfnisse werden damit zum Macht-Instrument. Kapitalismus und Neo-Liberalismus gegen soziale Marktwirtschaft. Beides wird heute schon bei Wasserwerken, Sozialbau-Siedlungen und dem ÖNV (öffentlicher Nah-Verkehr) eingesetzt. Heute werden in der Ex-DDR öffentliche Badeseen vom Bund privatisiert. Und in Indien die Wasserquellen vom Staat.

Unsere kybernetisch-mechanistische Arbeitswelt besteht heute aus:

  1. 10 % Generalisten (Manager) werden horizontal ausgebildet und hoch bezahlt: Interdisziplinär und Transkulturell.
  2. 40 % Spezialisten (Fach-Arbeiter) werden vertikal zu temporär gut bezahlten globalen Fach-´Idioten´ herangebildet. Damit sind sie nach 20 Jahren unbrauchbar für die High Tech-Ökonomie.
  3. 50 % Restmenge mit denen die Gesellschaft leben muss. Deren (Low Tech-)Berufs - Lebens-Sinn ist der von Arbeits-Bienen! ´Soldaten´ wachen über sie um die Elite zu schützen. Grund-Bildung um einen Hartz 4 – Antrag ausfüllen zu können. Geld für Alkohol und Zigaretten beinhaltet Hartz 4 schon für Kinder.

Das ganze wird intensiv unterstützt von

  • Kindergärten und Schulen (Aussortierung bei Grundschülern: Hilfs-Arbeit und Hartz 4).
  • Arbeitsämtern: „Was braucht die Industrie?" statt „Welche Neigung hat der junge Mensch?"
  • Dann folgen teil-öffentliche Gesellschaften wie IHK/DIHT mit den Gewerkschaften, RKW und REFA etc. u.v.a.m.: „Der Mensch muss zur Maschine passen und ist Teil des Fliessbandes!"

(Maschinen-)Zweck- (Ziel) statt (Menschen-)Sinn-Orientierung (Grund)!

Die Katholiken waren so ehrlich und verlangten früher mal Menschen mit Minimal-Bildung: Die Bibel (Grundform deutsch) lesen und seinen Lohnzettel entziffern können sollte reichen!

Laut SPIEGEL 2009 verlagert sich in den nächsten 50 Jahren das industrielle Wachstum, statt Entwicklung im menschlichen Interesse, von Europa nach Asien. An Afrika, Arabien und Süd-Amerika vorbei. Das bewirkt Millionen von Arbeitslosen in der EU. Wirkungslos bleiben dabei die europäische Alters-Pyramide - noch das (gewollte) Intelligenz-Problem von deutschen Grundschülern. Integration ist ein Sicherheits-Problem.

Erinnern wir uns: Als 1990 die DDR der BRD zugeordnet wurde, waren die westdeutschen Industrien zu max. 60 % ausgelastet. Warum verschwand die DDR-Industrie? Weil selbst die zusätzliche Versorgung von 17 Mill. DDR´lern unsere Industrie nur zu ca. 96 % auslastete! 17 Mill. waren zunächst als Arbeitnehmer überflüssig!

  • Es wird 2010 global im ersten Herstellungs-Markt produziert.
  • Es wird 2010 global im zweiten Handels-Marktan Börsen und Banken gezockt und ver-spielt und damit schon heute ein 9fach höherer Welt-Umsatz erzielt. Hier dauert ein ´Arbeitsprozess´ wenige Sekunden im Internet – Steuerfrei!

Cui bono (Wem nutzt es?)?

Der Elite (10 %; Politiker, Banker, Juristen, Steuerexperten) der jeweiligen globalen Gesellschaften! Schon heute besitzt die Geld-Herrschaft ca. 90 % des Volksvermögens.

„Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit!" „Jeder braucht eine Berufsausbildung, da es für die künftigen Arbeitsplatzangebote nicht mehr genug (deutsche) Arbeitskräfte-Nachfrage geben wird!" Euphemistische Behauptungen und political correctness unserer Volksvertreter gegenüber dem deutschen Souverän: Sein (Wahl-)Volk. Jeder kennt diese ´Sprech-Blasen´.

Erinnern wir uns an die Bilder aus dem Amerika früherer Jahrzehnte: Slums!
Wenn wir nicht vom Wachstum zur Entwicklung wechseln, sieht es in Europa auch bald so aus!
Geld ist genug vorhanden! Es ist nur falsch verteilt! Dank der Globalisierung: Schöne neue Welt.

Wolfgang Schwalm
(text-schmiede-online.de)

 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von - am 23.04.2010
Ich habe selten einen Artikel gelesen, der aus objektiven Tatsachen dermaßen einseitige (und fast überall unbegründete) Schlussfolgerungen zieht. Dem Autor gelingt es leider sehr erfolgreich die teilweise durchaus berechtigte Systemkritik durch unglaublich schlechte Argumentation fast ins Lächerliche zu ziehen. Den Menschen, die von den Auswirkungen der Globalisierung und des Kapitalismus betroffen sind, wird durch solche Artikel ein Bärendienst erwiesen. Befürworter von Kapitalismus und Globalisierung werden sich damit einmal mehr bestätigt sehen. Vielen Dank dem Autor für diese "Beitrag". PS: Es ist dem Autor darüber hinaus zu empfehlen, gelegentlich einen Duden zu verwenden, denn auch die völlig inkompetente Rechtschreibung & Grammatik (meist mehr als ein Fehler pro Satz) beeinflusst die Glaubwürdigkeit einer Veröffentlichung - ganz unabhängig von den Inhalten.







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