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Glauben Sie? Oder suchen Sie vielleicht noch?

Autor: Lesemac | Erstellt am: 01.10.2008 | Gelesen: 1286
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Auf solche Fragen geht das turbulente Abenteuerbuch 'Joseph – Der Weg zum Graal' ein

Glauben Sie? Oder suchen Sie vielleicht noch?
Glauben Sie? Oder suchen Sie vielleicht noch?
Viele Menschen können sich ein Leben ohne einen selbst- oder außendefinierten „höheren" Sinn nicht vorstellen, oder wollen sich das nicht vorstellen. Fehlen Beweise, bleibt oft nur mehr ein Glauben an einen, oder viele Götter, oder an eine spirituelle Idee, das dem eigenen Leben Bedeutung verleiht.

Auf solche Fragen geht das turbulente Abenteuerbuch „Joseph – Der Weg zum Graal" ein. jbl-verlag, ISBN-10: 3902159278 ISBN-13: 978-3902159274 joseph.wolfgangwallnerf.com

Was steckt hinter dieser handlungsreichen Reise Josephs zum Graal, in der er märchenhafte Abenteuer und Begegnungen erlebt und endlich mit Hilfe eines „Weibes" die Unterschiede aufzulösen beginnt? Diese unglaubliche Reise führt ihn durch unterschiedliche Zeiten und Räume, die aber den gängigen Interpretationen der Quantenphysik entsprechen. So findet er in dieser Reise auch mögliche Entwicklungsstränge des Universums und seiner selbst.

Das könnten Josephs Hintergründe sein:
Der abendländische Mensch betrachtet oftmals in seiner christlichen Religiosität seine Bewusstheit als Hindernis auf dem Weg zur Einheit. Ihm wurde gelehrt, die „Erbsünde" wäre eine Folge (oder sogar Strafe) seiner Bewusstwerdung!

Das führt den aufgeklärten Menschen dazu, jeden Glauben als bloß kulturelles Gut zu betrachten und auf eine „höhere" Ebene zu schieben, die mit dem täglichen Leben nichts zu tun hat. Doch hat uns die Geschichte oftmals gezeigt, wohin eine Existenz ohne Glauben oder ohne eine Antwort auf die Sinnfrage führt, nämlich zum Untergang dieser Kultur, da den Menschen die Zielrichtung des Lebens, die auch das Innere eines Menschen befriedigen kann, fehlt. Dieser Zivilisation geht ihre innere Kraft verloren. Was das in allen Zeiten bedeutet, ist leicht vorstellbar aber leider auch erkennbar (das hat uns auch Schiller in der Person Franz Moor vor Augen geführt). Daher ist Religion nie nur als Weltfremdheit anzusehen, sondern jede Religion, jede religiöse Einstellung jedes einzelnen Menschen ist eine psychologische „Wirklichkeit", die für das Leben notwendig ist. (C.G. Jung meint mit Wirklichkeit jede Erscheinung, die „wirkt").

Was wäre also zu tun?
Eine Möglichkeit könnte sein, der Mensch könnte sich auch in „aufgeklärten Zeiten" seiner Religiosität, oder seiner religiösen Gefühle nicht zu schämen und erkennt, dass seine Religion mit dem täglichen Leben auf das Engste zusammenhängt.

Das haben wie Jesus schon viele Religionsgründer und Heilige versucht uns mitzuteilen, doch wurden die Lehren in den Himmel erhoben und ruhen dort als „guter" Geist, den man vielleicht bewundert, mehr aber meistens auch nicht. Wie lange wird es noch dauern bis Menschen sehen, dass ein liebender Gott am Kreuze hängt? Wie lange wird man noch froh sein, dass er dort oben, in sicherer Entfernung, hängt? Wann wird ihm jemand herunter helfen?

Das dürfte aber nicht nur symbolisch geschehen. Von jedem Kruzifix müsste der Gottessohn tatsächlich, in einer besonderen Zeremonie und im vollsten Bewusstsein dieser Tat und ihrer Absichten herab geholt werden. Erst dann könnte er in uns Menschen wirklich neugeboren werden. Sonst beten wir mit dem Kreuz den toten Gott an. Für den auferstandenen Messias gibt es ja bisher noch kein Symbol.

Was wäre, wenn sozusagen das Neue Testament durch ein „Menschliches Testament" weitergeführt wird. Es ist in verschiedenen Bereichen ersichtlich, dass die Menschheit seit Anbeginn der Geschichte Ursachen und Wirkungen immer mehr vom Außen ins Innere verlegt hat. Auch Gott war, in welcher Form auch immer, ursprünglich nur außerhalb des Menschen, ja auch außerhalb der gesamten Schöpfung. Erst der Wissenschaft und der Psychologie (also der Aufklärung) ist die Erkenntnis zu verdanken, dass Ursache und Wirkung im Menschen selbst liegen (Ursache in seinem Willen, Wirkung in seiner Beobachtung; siehe z.B. die Quantenmechanik: Die Wirkung ist vom Beobachter nicht mehr getrennt. Eine etwas „verkürzte" Darstellung der quantenmechanischen Hintergründe zum Buch folgt weiter unten. Weiteres ist der Internetseite zum Buch oder dem Buch selbst zu entnehmen).

Jesus sagt uns, dass wir seinem Beispiel folgen sollen, dass wir ihn in uns aufnehmen sollen und so weiter. Auch die katholische Kirche gibt uns den Leib Christi zu essen. Das rituale Essen eines Menschen hatte jedoch immer den Zweck, dessen Eigenschaften aufzunehmen!

WIR SOLLEN ALSO SELBST ZU GOTT WERDEN (?)
Das kann aber nicht bedeuten, dass die Menschen „Gottesmacht" erhalten, vielmehr bedeutet das eine Übernahme jeglicher Verantwortung für jeden Teil der Schöpfung, aber auch größte Demut vor jedem Geschöpf. Ist doch jeder Teil der Schöpfung ein Teil des Menschen selbst.

Dies deshalb, da nur vorstellbar ist, dass „vor dem Urknall" (die Bezeichnung „vor dem Urknall" ist irreführend und wird im Nachwort zum Buch „Joseph-Der Weg zum Graal" klargestellt) alle offensichtlichen und verborgenen Erscheinungen zumindest in deren Möglichkeiten bereits vorhanden waren.

Woher sollten diese sonst auch kommen?
Das kann aber nur bedeuten, dass jeder vorstellbare Gedanken des Menschen auch in irgendeiner Form in einer Realität besteht (woher sollte dieser Gedanke sonst kommen?). Also auch der Gedanke an Gott. Wir könnten also zu der vorläufigen Hypothese kommen, dass irgendetwas die „Welt" schuf. Diese Welt existiert seit dem Zeitpunkt auf einem physikalischen Ereignisstrahl, in dem aber Gott selbst (für den aufgeklärten Menschen) nicht mehr außen vorkommt.

Dieser außen nicht mehr vorkommende Gott war spürbar durch eine Einheit, die Sehnsucht nach dieser Einheit ist beim Menschen die Liebe und zwar in jeder Form. Absolute Liebe ist die Einheit selbst. Der Mensch ist aber selbst Teil des Ganzen (woher käme er sonst). Aber „vor dem Urknall" muss jeder Teil in allen anderen Teilen enthalten gewesen sein (woher kämen die Teile sonst).

DAS BEDEUTET, JEDER TEIL DER SCHÖPFUNG MUSS JEDEN TEIL IN SICH ENTHALTEN.
Das führt zur unbedingten Verantwortung jedes bewussten Teiles (des Menschen) für die gesamte Schöpfung und das ist keineswegs bloß ein hoher Gedanke. Übernimmt der Mensch nicht die Verantwortung, dann tötet er sich selbst. Diese Entwicklungsrichtung ist auch in unserem Kulturkreis, in unserer Zeit zumindest vermutbar.

Um dieses Gedankenmodell zu vervollständigen muss noch angeführt werden, dass beim Vorhandensein jeder Möglichkeit „vor dem Urknall" auch die Möglichkeit des „Nichturknalls" existent sein muss. Und wenn die Möglichkeit vorhanden ist, muss auch eine entsprechende „Realität" vorhanden sein. Das bedeutet aber nicht weniger, als dass der Mensch mit seinem Bewusstsein noch immer neben seiner „irdischen" Existenz auch in der Einheit „vor dem Urknall" existieren muss. Dass er also tatsächlich Gott ist, nämlich der in der Bibel beschriebene Schöpfer.

Eine Gefahr (und eine Verantwortung für jeden Menschen, der „sich auf die Suche begibt") besteht aber darin, dass nach C.G. Jung die Individuation für den Menschen nur dann erreichbar ist, wenn vorher der so genannte „Schatten" integriert ist, der sonst im Außen durchaus existent wird. Um also zu vermeiden, dass Gottes Schatten (das „Böse" in der Apokalypse) wirksam wird, muss der Mensch dieses „Böse" zuerst integrieren. In der Genesis hat der Mensch Gott als das Gute (im Paradies) definiert und gleich erscheint folgerichtig sein Schatten, die Schlange.

Carl Gustav Jung postulierte den „Schatten", den der Mensch vor seinem Weg zur Individuation integrieren muss! Diese Integration muss durch ein Gefühl, oder zumindest auch mit einem Gefühl geschehen. Derzeit „betet" der Mensch seinen Schatten an und so kann ein Schatten nur zu Gott werden! Der siebte Tag der Genesis hat noch keinen Abend. Die Zeit bis zur Nacht könnte noch genützt werden. Gott ruht nur!

NOCH KURZ ZU DEN QUANTENPHYSIKALISCHEN HINTERGRÜNDEN ZUM BUCH
(Ausschnitte aus einem Gespräch mit dem Autor): Die Debatte um die Quantentheorie vor 1980 (damals war es noch eine Theorie) interpretierte, dass entweder die Quantentheorie nicht richtig oder vollständig sei, oder aber die Welt nicht in separierbare Elemente der Realität zerlegt werden kann.

Dies auf Grund des Gedankenexperiments von Einstein, Podolsky und Rosen, dem EPR-Paradoxon. Es ging hier um einen „lokalen Realismus", den diese Physiker vertraten. Das ist nun etwas schwierig, dies exakt und kurz zu erklären. Es gibt beschreibbare „Naturgesetze", die sich in Ursache und Wirkung äußern. Zum Beispiel, befinden sich zwei Objekte in einem Raum weit von einander entfernt, dann kann ein äußerer Einfluss auf ein Objekt keinen direkten Einfluss auf das andere Objekt haben (wenn nicht beide Objekte in einem verbindenden „Medium" sich befinden).

Lokal realistische physikalische Theorien wären zum Beispiel die klassische Mechanik, die Elektrodynamik, die allgemeine Relativitätstheorie. Einstein meinte dazu: Ohne lokalem Realismus sind (quasi -) geschlossene Systeme undenkbar. Es ist aber ziemlich undenkbar, dass das Universum nicht ein geschlossenes System darstellt.

In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es nun ein bahnbrechendes Experiment, das die „Nichtlokalität des Realismus" bewies. Das Experiment der Physiker Alain Aspect, Jean Dalibard und Gérard Roger vom Institut für theoretische und angewandte Optik in Paris, das in den Gedanken zum Buch Joseph angeführt ist.

Sie bewiesen damit, dass es entweder eine Kommunikation zwischen getrennten Objekten gibt, sowohl in die Zukunft wie auch in die Vergangenheit und diese in Überlichtgeschwindigkeit, oder dass die Welt ist nicht in separierbare Einzelheiten teilbar ist. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Teilchen. Ein Teilchen verändert seine Eigenschaft und ein anderes, dass sich in so einer Entfernung befindet, dass es eine Kommunikation in Überlichtgeschwindigkeit geben müsse, reagiert sofort. Das sagt das Experiment. Genauer gesagt, es waren Teilchen, die von den Physikern „geteilt" wurden und dann der Spin eines dieser neuen Teilchen (eine Eigenschaft dieses Teilchen), geändert wurde.

Das andere Teilchen nahm sofort eine entsprechende Eigenschaft an, die den Gesamtzustand der beiden Teilchen wieder zum vorherigen, ursprünglichen Zustand gleich machte. So etwa, wie wenn wir zwei Stangen hätten, beide mit je einem Meter Länge. Wir schneiden von einer Stange einen halben Meter ab und die andere Stange wächst sofort auf eineinhalb Meter. Zusammen bleiben sie zwei Meter. Ganz so spektakulär ist der Quantenversuch natürlich nicht. Aber grundsätzlich war das schon das Ergebnis. Das Nachwort zum Buch spekuliert nicht mit einer Kommunikation in Überlichtgeschwindigkeit.

Warum?
Da gibt es Undeutlichkeiten. Grundsätzlich handelt es sich um die Übermittlung einer Information über einen Zustand. Oder besser gesagt, das zweite Teilchen „weiß" ganz einfach über den Zustand des ersten Teilchens Bescheid. Würde hier eine Kommunikation stattfinden, bräuchte es dazu die Energie des gesamten Universums, also unendliche Energie. Kein schlechter Gedanke, denn es hängt an dieser Information tatsächlich das ganze Universum.

Aber zunächst bleibe ich bei der These, es gibt keine reale Trennung. Es wird sich vielleicht im Laufe des Gespräches von selbst zeigen, dass hier kein Unterschied besteht. Man sollte sich vergegenwärtigen, wie das Universum entstand. Das derzeit bevorzugte Modell ist das des Urknalls, des „Big Bang". Seitdem weitet sich das Universum aus.

Wenn die Urknalltheorie annähernd der Realität entspricht, entstand das Universum aus Etwas, was keine Ausdehnungen hatte. Damit aber auch keine Zeit, denn ohne Raum gibt es Zeit nicht. Aus diesem Grund ist es auch ziemlich verwirrend, wenn man fragt, was vor dem Urknall war. Ein Vorher gab es nicht. Zeit entstand erst mit dem Raum. Hier taucht wieder die Frage nach dem „lokalen Realismus" Einsteins auf, denn dieses Etwas war mit ziemlicher Sicherheit ein geschlossenes System. Da kam nichts dazu und nichts weg.
 
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