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Glas, Acrylglas, Plexiglas, ... - wo liegt der Unterschied?

Autor: laser | Erstellt am: 14.11.2010 | Gelesen: 2029
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(Online-Artikel.de) - Tipps zur Materialwahl für die Außenwerbung.

Acrylglas wird in der Außenwerbung sehr beliebt
Acrylglas wird in der Außenwerbung sehr beliebt

Acrylglas: ein Kunststoff, schön wie Glas


Beim Acrylglas handelt es sich um einen speziellen glasähnlichen Kunststoff. Acrylglas hat eine brillante optische Wirkung, ist transparent, stabil und hält jahrelanger Witterung stand, ohne spröde zu werden. Dieser Stoff kommt also im Aussehen dem Glas sehr nahe. Auch wenn Acrylglas die Lebensdauer einer Glasplatte nicht erreicht, hat sie doch viele positive Eigenschaften und muss den Vergleich mit Glas nicht scheuen.

Glas ist immer in Gefahr, zu Bruch zu gehen. Dabei muss es nicht immer Vandalismus sein, es genügt häufig bereits ein leichter Stoß. Acrylplatten hingegen sind bruchsicher, das ist eine der wichtigsten Eigenschaften bei dem Einsatz in der Außenwerbung. Acrylglasplatten sind pflegeleicht. Fingerabdrücke werden mit weichen Tüchern problemlos entfernt, und selbst Kratzer lassen sich beseitigen. Zudem ist Acrylglas in der Herstellung günstiger und ist somit eine gute Alternative zu Glas.

Acrylglas ist das perfekte Material für Firmenschilder, Kanzleischilder und Praxisschilder, für Thekenaufsteller bei Messen, Informationstafeln und Werbeflächen. Da dieses Material sich auch biegen und sehr anspruchsvoll bearbeiten lässt, wird es auch für Acrylglas-Möbel, Raumteiler, Terassengläser, Sanitärteile, Brillengläser und viele weitere Anwendungen erfolgreich eingesetzt.  Ganz besonders geeignet ist dieser Kunststoff für die Verwendung im Außenbereich.

Acrylglas oder PLEXIGLAS®?

Acrylglas ist ein spezieller Kunststoff aus Polymethylmethacrylat (Kurzzeichen: PMMA). Es gibt unterschiedliche Hersteller für Acrylglas, die diesen Kunststoff unter jeweils eigenen Handelsnamen anbieten, wie z.B. Plexiglas, Altuglas, Oroglas, O-Glas, Piacryl, Hesaglas, Limacryl u.a.

Obwohl Acrylglas in der Umgangssprache oftmals Plexiglas genannt wird, stimmt das nicht ganz. PLEXIGLAS® ist der eingetragene Markenname der Röhm GmbH. Somit Plexiglas ist gleich Acrylglas, aber nicht umgekehrt. Genauso wie Tesafilm ist ein transparentes Klebeband, aber nicht jedes Klebeband ist tesa.

Man kann sich zwischen verschiedenen Qualitätsstufen vom Acrylglas entscheiden. Zunächst gibt das Herstellungsverfahren Hinweise auf die Belastbarkeit und die Lebensdauer. So ist bei einer höheren Beanspruchung die gegossene Acrylplatte (GS) der gepressten Platte (XT) vorzuziehen. Wer eine sehr hohe Qualität wünscht, greift am besten zu PLEXIGLAS® GS.

Das Produkt mit dem eingetragenen Markennamen PLEXIGLAS® kann mit bloßem Auge von Acrylglas anderer Hersteller nicht unterschieden werden. Lediglich bei der Ausführung in Seidenmatt oder bei der Kombination mit Licht, machen sich Unterschiede bemerkbar. In erster Linie unterscheiden sich die Produkte aber in der Haltbarkeit, was für die Außenschilder ein wichtiger Aspekt ist. Bei PLEXIGLAS® kann man eine längere Lebensdauer und eine größere Brillanz erwarten.

Plexiglas, insbesondere Plexiglas GS ist aber in der Regel preislich etwas teurer. Daher sollte man Preis-Leistungsverhältnis analysieren und z.B. für die Produkte, für die nur ein kurzfristiger Einsatz oder Einsatz ohne besondere Ansprüche geplant ist, zum günstigeren Acrylglas XT von den anderen Herstellern greifen.

Bearbeitung von Acrylglas

Acrylglasplatten lassen sich auf verschiedene Art und Weise bearbeiten. Moderne Art der Bearbeitung ist die Behandlung mit einer Lasermaschine. Dank Laser kann man z.B. die Schilder in millimetergenauen Größen und in beliebig anspruchsvollen Formen ausschneiden. Auch die Bohrungen lassen sich leicht einbringen. Während des Laserschneidens entstehen am Schild gleichzeitig die schönen polierten Kanten.

Mechanische Verarbeitung vom Acrylglas ist jedoch auch möglich und wird immer noch weit verbreitet, wie z.B. Stichsägen, Tisch- und Handkreissägen, mechanisches Bohren. Bei der mechanischen Verarbeitung sollen die Platten-Kanten jedoch im separaten Arbeitsschritt poliert werden.

Autor: Ali Beisenov
 
 
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