(Online-Artikel.de) - Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung? Oder doch zurück in die GKV? Privat oder Gesetzlich?
Das ist fast schon ein Glaubenskrieg, zumindest eine Auseinandersetzung in der oft auch viele Emotionen mit hinein spielen.Dabei kann man dieses Thema ganz nüchtern anhand von Fakten betrachten. Gesetzliche Krankenversicherungen haben den Ruf Versicherungen zweiter Klasse zu sein. Privatpatienten werden hingegen meist bevorzugt behandelt: Sie zahlen keine Praxisgebühren, müssen beim Arzt nicht warten und bekommen die bessere Behandlung. Mitglieder der GKV dagegen haben vielfach das Nachsehen. Das dies eine recht eindimensionale Betrachtungsweise ist, sollte keine neue Erkenntnis sein. Natürlich gibt es ganz klare Unterschiede zwischen den beiden Systemen.
Jeder Pflichtversicherte hat es mitbekommen, dass die Krankenkassen nicht mehr alles übernehmen. Bei den Medikamenten muss zugezahlt werden, bei Sehhilfen und beim Zahnersatz schon lange. Trotzdem kann manchmal ein „
zurück in die GKV" Sinn machen. Auch die Gesetzlichen Krankenkassen bieten heutzutage ein breites Portfolio von kostengünstigen Zusatzversicherungen an, um das Loch in der Versorgung zu schließen. Wo sich der Versicherte sein Krankenversicherungspaket nun besser schnüren sollte, ob in der gesetzlichen Krankenversicherung oder in der Privaten Krankenversicherung, ist nur im Einzelfall zu entscheiden.
Auf einmal tauchen auch bei der GKV Tarifmodelle und Varianten auf, die bisher den Kunden der Privaten Versicherer vorbehalten waren: Stichwort Beitragsrückerstattung. Aber derlei Beispiele gibt es viele und es kommen immer mehr hinzu. Der Markt der
Krankenversicherung bewegt sich, sowohl auf gesetzlicher wie auch auf privater Seite. Seit der Gesundheitsreform muss sich die GKV noch deutlicher einem geöffneten Wettbewerb stellen. Auch für Privatversicherte ist der Wechsel der Krankenkasse erheblich einfacher geworden. Ein Zurück in die Gesetzliche Krankenversicherung ist kein Tabu mehr, auch der Wechsel in eine Kasse, in der man vor Jahren einmal war, ist möglich. Blindes Vertrauen in die alten Vorurteile ist also fehl am Platz, denn der Markt bewegt sich. Und es liegt am Versicherten, diese Situation für sich zu nutzen!