Ein
Girokonto ohne Schufa ist ein normales Girokonto, das ohne Berücksichtigung des Schufa Wertes eröffnet werden kann.
Die Schufa ist eine sogenannte
Scoring Gesellschaft, sie bewertet sowohl Privatpersonen als auch Betriebe nach verschiedenen Kriterien und ordnet ihnen einen bestimmten Score zu. Dieser Score bewegt sich zwischen 0 und 100, grob gesagt gibt er die Wahrscheinlichkeit an, mit der der Bewertete seinen Zahlungspflichten nachkommt. Naturgemäß haben umsatzstarke Personen mit einem guten Einkommen einen hohen Score, verschuldete Personen dagegen haben einen niedrigen Score. Die genauen Kriterien, anhand von denen die Schufa das Scoring vornimmt, sind nicht bekannt. Einzelne Faktoren sind jedoch schon an die Öffentlichkeit gedrungen, so hat beispielsweise bereits der Ort des Wohnsitzes einen Einfluss auf die Bewertung. Auch einzelne nicht bezahlte Rechnungen können den Score drücken.
Personen, die von der Schufa mit einem schlechten Score bewertet wurden, haben bei vielen Banken keine Chance, ein Girokonto zu eröffnen. Die Banken lehnen dies ab, da sie das damit verbundene Risiko nicht tragen wollen, sie gehen davon aus, dass grundsätzlich bei niedrig bewerteten Personen das Risiko finanzieller Probleme höher ist. Eine Lösung sind hier Girokonten, die man auch ohne eine Schufa – Abfrage eröffnen kann. Natürlich steigt dadurch das Risiko für die Bank, diese kann Geldverlust aber beispielsweise dadurch verhindern, dass sie dem Kontoeröffner keinen Dispositionskredit einräumt. Daher sollte man beim Abschluss eines solchen Girokontos besonders auf die damit verbundenen Konditionen achten. Oft ist die Bereitstellung eines Dispositionskredites bei einem
Konto ohne Schufa nicht möglich und falls doch, sind die darauf erhobenen Zinsen meist höher als bei klassischen Girokonten.
Autor: Oliver Schulz