Viele Banken werben mit dem Angebot eines kostenlosen Girokontos, doch hinter dem scheinbar guten Angebot lauern häufig versteckte Kosten. Oder die Bank verlangt eine Mindesteinlage, um ihr Risiko zu senken. Hier muss man genau die Allgemeinen Geschäftsbedingungen prüfen: Für welche Dienstleistungen fallen welche Kosten an?
Häufig muss der Kunde einer Banken, die mit einem kostenlosen Girokonto wirbt, hohe Gebühren für EC- oder Kreditkarte zahlen. Auch am Automaten können hohe Kosten hinzukommen: So verfügen manche Banken über nur sehr wenige Geldautomaten, heben Sie dann an einem Automaten einer anderen Bank ab, so werden Gebühren für eine Fremdabhebung fällig. Die können bei drei oder vier Euro liegen. Daneben werden bisweilen auch Kosten fällig, wenn die Bank dem Kunden ausgedruckte Kontoauszüge zuschickt. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Serviceleistungen der Bank ins Geld gehen. So bieten einige Banken teure Servicenummern an. Wer dann Rat zu einer wichtigen und dringenden Frage benötigt, hat oft schon die Wahl dieses „kostenlosen" Girokontos bereut.
Dennoch gibt es Banken, die tatsächlich Girokonten für 0 Euro anbieten, ohne die Gebühren über versteckte Kosten wieder hereinzuholen. Solch ein
kostenloses Girokonto kann man allerdings nur als Privatperson führen, für Geschäftskonten fallen immer Gebühren an. Vor allem Direktbanken bieten diese Möglichkeit. Bei diesen Bankmodellen laufen die meisten Transaktionen über PC und Internet. Die Bank spart dadurch Personal und Kosten. Die Nachteile von Direktbanken sind jedoch oft eine oft unzureichende Beratung. Wer den persönlichen Kontakt mit einem Bankangestellten bevorzugt, sollte kein Girokonto bei einer Direktbank eröffnen.