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Gibt es Armut nur an Weihnachten?

Autor: die-agentur | Erstellt am: 18.12.2008 | Gelesen: 888
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Der Wunsch nach einem zentralen Spendenmanagement in Schwerte

Geschäftsführer der Diakonie in Schwerte: Ulrich Groth
Geschäftsführer der Diakonie in Schwerte: Ulrich Groth
Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Die Sozialverbände spüren besonders im Dezember die hohe Spendenbereitschaft der Bürger. 47 Prozent des gesamten Aufkommens entfällt auf die Adventszeit. Nach Silvester jedoch ebbt das Engagement für Notleidende traditionell spürbar ab – sowohl im Bundesdurchschnitt als auch in Schwerte. Die Diakonie will gegen diesen Trend arbeiten – mit mehr Transparenz und mit einem stärkeren Bewusstsein für die Bedürfnisse in der Stadt.

Ulrich Groth, Leiter der Diakonie Schwerte, möchte das Interesse am sozialen Engagement vor Ort über das Jahr konstant hoch halten. „Mit dem Geld, das in der Weihnachtszeit gespendet wird, können wir viele Nöte lindern und einiges in der Stadt bewegen." Doch eben nicht genug.

Daher setzt Groth große Hoffnung in die Initiative der WfS-Fraktion für ein zentrales Spendenmanagement unter der Federführung der Stadt Schwerte. Der Geschäftsführer der Diakonie sieht das Projekt als Kooperation aller Schwerter Vereine und Projekte und unterstreicht: „Nur gemeinsam sind wir stark." Durch die Unterstützung von städtischen Repräsentanten und anderen prominenten Schirmherren sollen die einzelnen Projekte noch mehr ins öffentliche Blickfeld rücken. Jeder einzelne erhält dadurch die gleiche Aufmerksamkeit. So sollen vor allem auch die Vereine in Schwerte davon profitieren, die sonst nicht die Möglichkeit haben, gezielte Spendenaufrufe zu starten. „Wir können damit eine völlig neue Qualität der Spendenbereitschaft erreichen", sagt Groth. Trotzdem soll weiterhin jeder Schwerter Bürger bestimmen, welchen Projekten oder Vereinen seine Spende zugute kommen soll.

Unterstützt werden sollen mit diesem Projekt Schwerter Organisationen im Bereich Jugend, Familie, Soziales, Sport und Kultur, die aufgrund der städtischen Haushaltssicherung finanzielle Belastungen erfahren. Ulrich Groth sagt dazu: „Wir bieten engagierten Menschen in Schwerte ein Forum, in dem sie sich für das Gemeinwohl ihrer Stadt einsetzen können. Mit einem zentralen Spendenmanagement tragen wir das soziale Engagement der Schwerter Vereine gezielt an die Öffentlichkeit – das ganze Jahr über."
 
 
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