Rache für unsere Tanks
Rache wurde für einen einzigen Zweck gestaltet, und zwar um sicherzustellen, dass die von Tanks verursachte Bedrohung skaliert, wenn andere Spieler ihre Ausrüstung verbessern. Stellt euch einen Schlachtzug mit vernünftig ausgestatteten Charakteren auf Stufe 85 vor. Ohne Rache würde ein Tank vielleicht 50% des Schadens einer Schadensklasse austeilen.
Greg "Ghostcrawler" Street ist der Lead Systems Designer von World of Warcraft und hat einmal einen Dinosaurier mit einer Tabellenkalkulation erschlagen. So wird er zumindest unter seinem neuesten Blog Post auf der neuen WoW Community Seite beschrieben. Ghostcrawler bleibt uns aber wahrscheinlich auch als das Gesicht der Klassenänderungen, Nerfs und Buffs, für immer in Erinnerung.
In seinem aktuellen Blogpost "Rache für unsere Tanks" erklärt er die Ziele hinter der Einführung der neuen passiven Tank-Fähigkeit "Rache" oder auch Vengeance genannt. Mit dieser Fähigkeit soll es Tanks auch in langen Kämpfen möglich sein die Aggro zu halten, ohne zutuhen von den klassischen Tank-Helfen wie Irreführung.
Eine sehr nette Paladin-Spielerin hat mich vor kurzem etwas über Rache gefragt. Sie hatte ein paar Bedenken zu dieser Mechanik und dabei habe ich bemerkt, dass wir euch Spielern nicht besonders gut erklärt haben, was genau Rache eigentlich erreichen soll.
Rache ist eine neue, passive Fähigkeit, die ihr erhaltet, wenn ihr euch für einen der Tank-Bäume entscheidet: Schutz für Paladine und Krieger, Blut für Todesritter und Wilder Kampf für Druiden. Wenn ein Tank mit einer dieser Talentverteilungen Schaden erleidet, bekommt er einen Bonus auf Angriffskraft abhängig vom erhaltenen Schaden. Dieser Bonus kann nicht mehr als 10% der maximalen Gesundheit übersteigen.
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Rache ist eine neue Mechanik und wie bei vielen Änderungen am Design könnte etwas Feinschliff vonnöten sein, um es richtig hinzubekommen. Vielleicht braucht es zu lange um voll gestapelt zu sein oder es läuft zu einfach aus. Vielleicht erledigt es zu viel von der Arbeit des Tanks für ihn und bringt eine Generation fauler Beschützer hervor. Bedrohung ist eine knifflige Sache zum Ausbalancieren. Wenn sie zu leicht zu halten ist, hat der Tank keinen Spaß. Wenn sie zu schwer zu halten ist, hat niemand Spaß.
Glaubt es uns oder nicht, aber wir möchten, dass die Rolle des Tanks Spaß macht.
Markus T. Szyslow (mnscnt.com)