LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölnotierungen haben im heutigen Frühhandel leicht nachgegeben. Das Barrel US-Leichtöl (WTI) wurde mit rund 82 Dollar gehandelt, Nordseeöl der Sorte Brent lag einen Dollar darüber. Damit bewegen sich die beiden Leitsorten etwas unter den Tagesausgangswerten von gestern.
Analysten führen das in erster Linie auf Gewinnmitnahmen am Devisenmarkt zurück, wo der Dollar an Boden verlor. Damit zeigte sich einmal mehr die umgekehrte Kopplung der amerikanischen Währung an den Ölpreis.
Indes entspannt sich die Lage in Frankreich: Medienberichten zufolge könnten drei der insgesamt zwölf Raffinerien wieder die Produktion aufnehmen. Sobald die zahlreichen vor der Küste wartenden Tankschiffe entladen werden, dürften erhebliche Mengen Öls auf den Markt strömen. Druck auf den Ölpreis kommt auch aus dem Golf von Mexiko: Tropensturm Richard hat sich so weit abgeschwächt, dass er die Produktion in dem wichtigen Fördergebiet nicht behindert.
Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer von den US-Beständen, die heute (American Petroleum Institute) und morgen (Department of Energy) veröffentlicht werden. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit diese Zahlen richtungsweisend sind. Denn Händler gehen von leichten Bestandszuwächsen beim Rohöl aus; die Produktvorräte hingegen sollen etwas abnehmen. Insgesamt könnten sich die Daten als neutralisieren.
Aufgrund der Entwicklungen von gestern an den Rohstoff- und Devisenmärkten dürfte der Heizölpreis in seinem Seitwärtstrend verbleiben. Womöglich ist mit geringfügigen Abschlägen zu rechnen.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.