Wie man Gesundheitsrisiken durch Handystrahlung mindern kann
Mögliche Gesundheitsrisiken durch
Handystrahlung - dies lässt Verbraucher teilweise sogar auch in Panik geraten. Doch welche Gefahren (gewarnt wird vor Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und sogar auch vor Krebs, wobei zweifelsfrei weder das eine noch das andere erwiesen ist) gehen von einem Handy tatsächlich aus. Nur wenige Verbraucher wissen, dass die Handy-Hersteller darüber auch Auskunft geben, und zwar in Form des SAR-Wert. Und zwar handelt es sich hier um den Wärmeeffekt. SAR steht im Übrigen für spezifische Absorptionsrate und ist entscheidend für das
Gesundheitsrisiko durch Handystrahlung. Hierbei handelt es sich um eine Kenngröße, die angibt wie viel elektromagnetische Strahlung der Körper bei maximaler Sendeleistung bei der Benutzung von einem Handy absorbiert. Dabei gilt: Je geringer dieser SAR-Wert wird, desto geringer ist dann natürlich auch die Strahlungsbelastung, die der Handynutzer ausgesetzt ist. Für Deutschland hat die Strahlenschutzkommission einen Grenzwert von 2,0 Watt pro Kilogramm festgesetzt. Das heißt die Hersteller müssen dafür sorgen, wenn sie ihre Handys in Deutschland verkaufen wollen, dass ihre Geräte eben nicht über diesen Grenzwert kommen.
Derzeit befinden sich auf dem Markt Handys, die Strahlungswerte von 0,2 bis maximal 1,7 Watt pro Kilogramm aufweisen. Und damit liegen diese deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert, wobei ein Drittel der Handys sogar die Kriterien des "Blauen Engel" erfüllt, dem Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte. Hierbei maßgebend ist allerdings ein Maximalwert von 0,6 Watt pro Kilogramm.
Mit der Messung der Handystrahlung und den eventuell auftretenden gesundheitlichen Folgen sind allerdings einige Probleme verbunden. Zunächst einmal gibt es noch keine Langzeitstudien, denn erst Anfang der 1990er Jahre fing das Handyzeitalter an, wobei der richtige Boom erst Ende der 1990er Jahre einsetzte. Ein weiteres Problem ist, sich die Handystrahlung situationsbedingt ändert. Allerdings fahren Handys aus Stromspargründen von selbst die Sendeleistung herunter, wenn sie nicht genutzt werden. Die Sendeleistung erhöhen sie lediglich bei schlechtem Empfang. Zum Beispiel wenn man im Zug oder im Auto sitzt. Entsprechend der Erhöhung der Sendeleistung erhöht sich natürlich auch situationsbedingt die Handystrahlung.
Beim Kauf von einem Handy ist der Verbraucher allerdings recht einsam, denn erst nach dem Kauf ergibt sich dann aus der Bedienungsanleitung, ob das Handy nun strahlungsarm ist oder nicht. Derartige Angaben fehlen meist auf der Verpackung und auch der Verkäufer weiß darüber nur bedingt Bescheid. Die Strahlenwerte von über 1000 Handys, die sich derzeit im Handel befinden und sehr beliebt sind, findet der interessierte Verbraucher allerdings auf der Infoseite des Bundesamtes für Strahlenschutz. Zehn besonders strahlungsarmen Handys mit den unterschiedlichsten Funktionen aus verschiedenen Preissegmenten finden sie im nachstehenden Vergleich.
| Modell | SAR-Wert |
| Samsung I8000 Omnia 2 | 0,168 |
| Samsung M8910 Pixon 12 | 0,265 |
| Samsung SGH-M110 | 0,290 |
| Nokia 6600i slide | 0,350 |
| Samsung B3410 | 0,354 |
| Vodafone 360 H1 | 0,410 |
| Sony Ericsson T303 | 0,440 |
| Nokia 3720 classic | 0,480 |
| Samsung S5230 Star | 0,531 |
| Sony Ericsson Xperia X1 | 0,570 |