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Gesund oder krank - auf das kommt es an

Autor: mediportal | Erstellt am: 27.07.2011 | Gelesen: 583
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Das Gleichgewicht in unserem Organismus

Das Gleichgewicht halten (Bild:ecko/pixelio.de)
Das Gleichgewicht halten (Bild:ecko/pixelio.de)
Immer wieder hören wir davon, dass das Gleichgewicht in unserem Organismus darüber entscheidet, ob wir gesund bleiben oder krank werden. Doch was bedeutet das eigentlich? Was versteht man darunter? Was muss da im Gleichgewicht sein? Für ganzheitlich denkende Mediziner ist ein Mensch krank, wenn diese Mechanismen nicht mehr richtig funktionieren. Die Erscheinungsformen der Krankheit, letztlich die Diagnosen, sind dann nur noch die Folge dieses fehlenden Gleichgewichts. Ein Erklärungsversuch am Beispiel, wie Leber und Nieren zusammenwirken müssen, um gesund zu  bleiben.

Die wichtigste Aufgabe eines Jongleurs ist es, auf dem Hochseil das Gleichgewicht zu halten. Das Pendel der Uhr muss gleichmäßig in beide Richtungen ausschlagen. Nur dann geht die Uhr richtig. In unserem Ohr haben wir ein Gleichgewichtsorgan. Wird es empfindlich gestört, torkeln wir durch die Gegend.

So könnte man ganze Bücher mit solchen Beispielen füllen, aus denen sich eine klare und eindeutige Erkenntnis ergibt: Das ganze Leben baut darauf auf, dass die Dinge im Gleichgewicht sind.

Eine Erkenntnis, die für den ganzheitlichen Mediziner selbstverständlich ist. Aber warum wird das in der modernen Medizin nicht genügend beachtet, oft belächelt, ja sogar verhöhnt?

Die Antwort ist recht einfach: Wir leben in einem Zeitalter, in dem alles gezählt, gemessen und gewogen wird. Wissenschaftlich erwiesen bedeutet im heutigen Begriff, die Beobachtung, Zählung und Messung kommt zu einen eindeutigen sichtbaren Ergebnis. Verlagert der Jongleur das Gewicht auf eine Seite, fällt er unweigerlich vom Seil. Das ist augenscheinlich zu sehen. Wird das Gleichgewichtsorgan gestört, kommt der Betroffene aus dem Tritt, er torkelt, das ist unübersehbar. Wird das Pendel der Uhr angehalten, kommt es aus seinem gleichmäßigen Takt, geht sehr schnell die Uhr falsch. Alles das können wir sehen, greifen, beobachten.

Was man nicht sieht gibt es nicht?

Kommt das Gleichgewicht zwischen den Nieren und der Leber durcheinander, dann wird es jetzt schon schwer. Das sieht man eben nicht. Die Leber hat ihre Aufgaben, die Nieren ihre eigenen. Aber das Ineinandergreifen, das optimale Zusammenwirken, also das ganzheitliche Gleichgewicht, entscheidet darüber, ob der Körper richtig funktioniert oder nicht. Das Gleichgewicht zwischen den Organsystemen bestimmt die Qualität ihrer Leistungen, und entscheidet wesentlich mit über Gesundheit oder Krankheit. Auch wenn optisch, bildgebend oder labortechnisch die Organe unversehrt erscheinen.

Das sieht man dem Organismus eben nicht an. Allenfalls bekommen wir die Folgen zu spüren. Da diese aber zumeist irgendwo im Körper und erst nach langer Zeit auftauchen, ist der Zusammenhang auf Anhieb nicht zu erkennen.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel:
Die Nieren sind unter anderem verantwortlich dafür, dass Harnsäuren aus dem Körper ausgeschieden werden. Harnsäuren sind ein Endprodukt aus dem Purinstoffwechsel, als Abfallprodukt beim Abbau von Zellen. Für einen korrekten Abbau dieser Stoffe sind Enzyme aus Leber und Bauchspeicheldrüse beteiligt. Bei stoffwechselgestörten Menschen kann es im Zusammenwirken der Systeme zu Fehlern kommen.  Folge: Die Harnsäure kristallisiert. Dadurch wird sie schwerer ausscheidbar. In diesem Falle sind die Nieren (noch) völlig in Ordnung. Die verschlechterte Ausscheidung ist durch die Art und Weise der Säurenbeschaffenheit bedingt und nicht durch die Nierenleistung. Auch wenn das mit der Zeit die Nieren krank macht.

Die Säuren werden nun an unterschiedlichen Stellen abgelagert: In den Zellen, bis sie so vergiftet sind, dass sie entarten (Krebs), in dem Muskelzellen, wo sie Verletzungen und schließlich scheinbar unerklärliche Muskelschmerzen verursachen. Vielleicht auch in den Gelenken, bis hin zum Rheuma, oder in den Gefäßen bis zum Verschluß (Infarkt).

Umso mehr eingelagert wird, desto sauberer sind oft die klinischen Untersuchungsergebnisse der Nieren und der Leber.

Man sieht daran: Nieren und Leber scheinen in Ordnung zu sein, trotzdem werden wir krank.

Trinkt der Betroffene jetzt ein Glas Bier, wird die Harnsäureausscheidung biochemisch weiter gedrosselt. Es kommt als Schutzreaktion des Körpers zum Gichtanfall. Also wird jetzt das Glas Bier für alles verantwortlich gemacht, denn das haben wir ja jetzt wieder beobachtet. Man sieht, wie schnell man völlig daneben liegen kann, mit falschen Schlussfolgerungen.

Betrachtet man die Fakten aber im Zusammenhang, also ganzheitlich, dann erkennt man, dass die größte Chance für die  Gesundheit darin liegt, das Gleichgewicht im ganzen Organismus herzustellen. Mehr zum Verständnis und zu den Möglichkeiten der ganzheitlichen Medizin im Gesundheitsportal www.mediportal-online.eu.

Michael Petersen
 
 
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