(Online-Artikel.de) - Herkunft und Geschichte der trendigen Stiefel aus Amerika.
Der Cowboystiefel war im Grunde genommen der Arbeitsschuh -wie der Namen schon sagt- der Cowboys den es seit dem 19. Jahrhundert gibt. Die besonderen Merkmale wie hoher Absatz und sehr spitze Schuhspitze sowie eine glatte Ledersohle sind auf die Arbeit im Steigbügel des Pferdes ausgerichtet. Dadurch war jederzeit ein schnelles "Einsteigen" in den Steigbügel gewährt. Gleichzeitig wurde jedoch auch ein versehentliches Durchrutschen des Fußes durch die Steigbügel verhindert. Bei einem Sturz vom Pferd wurde durch die Schuhspitze sichergestellt, dass der Reiter nicht im Steigbügel hängen blieb und zu Tode geschleift wurde. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Ledersohle, die aus den oben genannten Gründen sehr glatt sein musste, Die entsprechende Schafthöhe aus grobem Rinderleder schützten die Knöchel vor Verletzungen . Wenn Sie sich einen Cowboystiefel genauer anschauen, werden Sie feststellen das der Absatz schräg nach vorne läuft. Diese Eigenschaft ist dem besseren Halt bei der Arbeit mit dem Lasso geschuldet auch ist die Gefahr geringer, dass der Absatz bei entsprechender Belastung abreist. Ursprünglich verwendeten die Cowboys für ihre harte Arbeit Armeestiefel. Diese Schuhe schützten zwar den Fuß vor Pferdetritten und sorgten auch für sicheren Halt. Bei der Arbeit auf dem Pferd jedoch, erwiesen sich die Armeestiefel als unbrauchbar.
Der erste Cowboystiefel überhaupt, soll auf den Schuhmacher Charles Hayer aus Kansas zurückzuführen sein. Er schuf diesen außergewöhnlichen Schuh auf individuellen Wunsch eines Cowboys. Der Schuh erwies sich als so praktisch, dass er sich rasend schnell unter den Cowboys in den Vereinigten Staaten durchgesetzt hat. Er hat sich seither in seiner Form auch nicht mehr geändert. Die vielen Varianten von Cowboystiefeln sind lediglich dem Austausch von Farbe, Material und Ziernähten zu verdanken. Dadurch sind unzählige Möglichkeiten gegeben, den Stiefel individuell zu gestalten. Ob handgenäht oder aus Schlangenleder, gefüttert für das Winterhalbjahr oder nicht. Der Phantasie -und auch dem Geldbeutel- sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Irgendwann in den fünfzigern des letzten Jahrhunderts, fing man an, den Cowboystiefel mehr und mehr in seiner Freizeit zu tragen. Und plötzlich sah man auch Frauen in diesen doch sehr typischen "Männerschuhen". Dieser Trend hat bis zum heutigen Tag nicht mehr nachgelassen und der Cowboystiefel ist aus der heutigen Modewelt - besonders in den USA - nicht mehr wegzudenken. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es sich nicht nur um eine kurze "Modeerscheinung" handelt.
Wie bereits erwähnt, gibt es viele Varianten von Stiefeln. Gerade beim Material werden heutzutage selbst die exotischten Lederarten verwendet, die man kaum für möglich hält. Schuhe aus Rinder-, Schweins- oder Schlangenleder dürften jedem bekannt sein. Aber es gibt sogar Cowboystiefel, die aus Echsen-, Straußen- oder gar Rochenleder gefertigt sind. Hier und da sind sicherlich die Grenzen des "guten Geschmacks" überschritten. Das muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.