George Clooney hofft auf den Goldenen Löwen
In Venedig rüstet man auf Hochtouren um den roten Teppich mit allem drum um dran fertig zu stellen. Der Grund dafür sind die Filmfestspiele, die nun bereits zum 68. Mal in Venedig veranstaltet werden und es damit zum ältesten Filmfestival der Welt machen.
Höhepunkt der Veranstaltung ist dabei natürlich die Verleihung des Goldenen Löwen für den besten Film. Wer sich allerdings Chancen auf diesen Preis ausrechnet, hat eine harte Konkurrenz vor sich: 23 Filme werben in diesem Jahr um die begehrte Trophäe und allein durch die Teilnahme kann man davon ausgehen, dass in jedem einzelnen Qualität geboten wird.
Einer der größten Namen, die in diesem Jahr über den roten Teppich bei den Filmfestspielen von Venedig schreiten werden ist George Clooney. Den Anblick des Hollywoodstars, wie er mit Sonnenbrille und charmanten Lächeln bei Filmpremieren aufkreuzt, ist man ja eigentlich gewohnt. Dieses Mal ist es allerdings ein besonderer Anlass, weshalb es Clooney nach Venedig verschlägt, denn er ist ein Mitbewerber um den begehrten Goldenen Löwen. In der Produktion des Films „Die Iden des März" steht Clooney nämlich nicht nur vor der Kamera, sondern war auch hinter der Kamera als Regisseur tätig. "Ich mag es, unter meiner eigenen Regie zu spielen." Kommentiert er diesen Umstand in einer Pressekonferenz.
Sein Regie-Debüt ist dies dennoch nicht, denn auch wenn man Clooney in erster Linie als Schauspieler kennt, hat er vor „Die Iden des März" bereits in drei anderen Filmen die Regie geführt. Nun hofft er, dass sein neuer Film auch bei den Festivalbesuchern ankommt. Laut der Festspielleitung war man allerdings schon positiv überrascht von Clooneys Beitrag, der eine ausgesprochen politische Färbung hat. Das sei inzwischen selten, meint man dort. Aber man hätte auch kaum angenommen, dass Clooney mit einem Film um den Goldenen Löwen wirbt, bei dem er nur ein weiteres Mal ein
Casino ausrauben möchte, wie in seiner Ocean's-Reihe.
Lena Koch