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Georg Heym - Expressionistischer Lyriker

Autor: KatrinMueller | Erstellt am: 08.08.2008 | Gelesen: 1948
Kategorie: Kunst - Kultur & Religion | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Biographische, sowie Werk betreffende Informationen

Franz Marc - Turm der blauen Pferde
Franz Marc - Turm der blauen Pferde
Der Name Georg Heym klingt in vielen Ohren nicht anders als jeder andere. Nur in absoluten Fachkreisen hat sich das einst junge Talent bis heute einen Namen gemacht - als Lyriker. Georg Heym

Georg Heym wurde am 30.10.1887 in Hirschberg geboren und begann schon früh mit dem schreiben von Prosa, aber vor allem Lyrik. Getrieben von seinem Vater immatrikulierte er sich widerwillig an der Universität in Jena und studierte Jura.

Seine Verachtung an der Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts spiegelte sich in seinen famosen Gedichten in Form von Kritik an Mensch, Stadt und Welt wider. Als einer der wenigen Literaten erkannte er die Schwächen der Industrie-geprägten Gesellschaft und entschied sich bewusst, gegen den Strom zu schwimmen. Ein Markenzeichen für Künstler des Expressionismus.

Georg HeymAls er 1910 sein Jurastudium in der damaligen "Literaturhauptstadt" Berlin abschloss, sollte seine Laufbahn erneut eine Wendung nehmen, nicht zuletzt weil er seine Monotone Arbeit verabscheute.

Tagebucheintrag von Heym:
Meine Natur sitzt wie in der Zwangsjacke. Ich platze schon in allen Gehirnnähten. […] Und nun muß ich mich vollstopfen wie eine alte Sau auf der Mast mit der Juristerei, es ist zum Kotzen. Ich möchte das Sauzeug lieber anspeien, als es in die Schnauze nehmen."

Heutzutage ist der Name Georg Heym vor allem Schülern bekannt, die seine Gedichte interpretieren müssen. Am populärsten ist mit Sicherheit sein Gedicht Der Gott der Stadt, dass um einen fiktiven Gott handelt, der die Städte und ihre Menschen kontrolliert. Mit dieser Metapher stellt Heym die Stadtmenschen, die in einem ständig identischen Tagesablauf leben, in die Kritik.

Der 16. Januar 1912 sollte dem jungen Dichter dann auf dramatische Weise ein Ende bereiten. Auf einem zugefrorenen Berliner Fluss fuhren sein Dichterfreund Ernst Balcke und er Schlittschuh. Beim Versuch seinen Freund vor dem ertrinken zu bewahren, ertrank Heym selbst und hinterließ neben seiner Frau Jenny, etwa 600 Gedichte.

Sein früher Tod verhinderte eine Karriere als Lyriker, die ihm andere Literaten zweifelsohne vorausgesagt hatten.
 
 
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