Sichtbares Symbol, unsichtbare Wirkung
Die Planetenbewegungen erscheinen öfter rückläufig, als direktläufig, wenn sie in Opposition zur Sonne sind. Sie symbolisieren so subtil einen Bewusstseinswirbel, der auch Nichtsonne genannt wird, weil dieser auf das kollektive Unbewusste wirkt.
Uranus steht 23,46 Grad in den Fischen, was besagt, dass es hier um höhere, der Gemeinschaft dienlichen Ziele geht, welche nur durch Aktzeptanz eigener und allgemeiner Grenzen schrittweise zu verwirklichen sind. In der Rückläufigkeit kann sich das durch hemmende Situationen ausdrücken, welche diese Entwicklung nicht zulassen. Weiterhin wird viel Einfallsreichtum vonnöten sein, um überhaupt sinnvolle Veränderungen vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet zu erreichen. Der schwierigste Ausdruck ist hier, dass es an richtungsweisenden und sicheren Fundamenten mangelt. Verlustaspekte sind in dieser Konstellation sehr auffällig, wenn die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannt werden. Es ist natürlich allgemein keine Richtschnur, sich nach astrologischen Aspekten zu richten, weil subtile und meist wiederkehrende Muster nicht als von innenher gesteuert erkannt werden können.
Neptun bewegt sich 23,53 Grad Wassermann und forciert hier die allgemeine unklare Sichtweise auf die Dinge. Mit einer Art Galgenhumor, werden negative Nachrichten und Berichte verdrängt und man neigt dazu gerade, oder deshalb in manchen Bereichen des täglichen Lebens einfach über die Stränge zu schlagen. Das Maximum ist deshalb einfach immer gut genug. Das Fehlen von geeigneten Vorbildern vor allem in Politik und Wirtschaft tut das Übrige, um im kulturellen und allgemein gesellschaftlichem Leben Wildwuchs zu fördern. Träume und Wünsche nehmen zuweilen utopische Formen an und stehen im krassen Gegensatz zu dem, was die aktuelle Situation eigentlich fordert. Bei allen Aussagen handelt sich um allgemeine Strömungen und geben keinerlei Auskunft über tatsächliche Entwicklungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen des Einzelnen.
Man kann rückläufige Planeten auch mit dem Relativitätsgesetz in Beziehung setzen, weil es hier vor Allem um sehr viele unterschiedliche Zeitauffassungen geht, welche das räumliche Wahrnehmungsvermögen verändern können ohne dass der/die Betroffene(n) etwas davon bemerken. Gemäss des Relativitätsgesetzes, existiert nichts im Universum für sich, sondern wirkt dagegen im Einklang mit den Gesetzmässigkeiten von Allem, womit es in Verbindung steht. Das heisst, es wird wahrgenommen so, wie das Universum auf das Enzelne und Ganze zu einem bestimmten Zeitpunkt wirkt und hat dann anschliessend bei wieder eintretender Direktläufigkeit der Planeten die Tendenz, diese Wahrnehmung in die Gegenwart zu transformieren.
Ursula Ortmann, Delbrück den 10.10.2009