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Geldmarktfonds - Die Risiken

Autor: ollig | Erstellt am: 06.01.2009 | Gelesen: 3244
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Die Finanzkrise 2008 hat auch bei Geldmarktfonds einige Risiken in deren Anlagestartegie aufgezeigt.

Nicht alle Geldmarktfonds steigerten sich letztes Jahr
Nicht alle Geldmarktfonds steigerten sich letztes Jahr
Lange Zeit wurden Geldmarktfonds von Banken als hundert Prozent sichere Anlage an viele Kunden verkauft, die eine sichere und täglich verfügbare Anlage wünschten.

Besonders jene Institute, die keine Tagesgeldkonten anboten, schlugen die Anlage in Geldmarktfonds vor. Auch wenn sie im Allgemeinen als "langweilige", sehr sichere Produkte gelten, gibt es dennoch gewisse Risiken. Diese wurden besonders in den letzten Monaten deutlich.

Einige Geldmarktfonds investieren unter anderem in sichere Anleihen mit kurzer Laufzeit. Dadurch ermöglichen sie ihren Anlegern die tägliche Verfügbarkeit. Die Erträge erwirtschaften Geldmarktfonds vorwiegend aus den Zinszahlungen des jeweiligen Anleihegläubigers. Auch eventuelle Kursgewinne tragen zur Wertentwicklung von Geldmarktfonds bei. Durch die Anlage des Anlagevermögens in Anleihen tragen Geldmarktfonds generell 2 große Risiken: Zum einen das Risiko, dass der Gläubiger fällige Anleihen nicht tilgen kann und zum Anderen das Risiko, dass die Anleihe Kursabschläge erleidet. Die Kursabschläge sind allerdings nur dann von Relevanz, wenn der Fonds aufgrund schwindenden Anlegervermögens Positionen reduzieren und mit Verlust verkaufen muss. Normalerweise werden Anleihen nämlich am Laufzeitende zu 100 Prozent zurückgezahlt.

Bei Ausfall einer einzigen Anleihe ist das Risiko für den Anleger durch eine breite Streuung begrenzt. Durch Verwerfungen an den Anleihenmärkten und höhere Ausfallraten wie in der aktuellen Finanzkrise, können aber selbst sehr konventionelle Fonds unter Druck geraten. Denn wenn viele Anleihen unter Druck geraten, schützt auch die beste Diversifikation nichts. Kursverluste von mehreren Prozent waren hier zuletzt keine Seltenheit.

Noch höhere Risiken handeln sich Anleger mit der Anlage in ausländische Geldmarktfonds ein. Da diese in einer fremden Währung notieren, bringen sie - zusätzlich zu den üblichen Risiken - noch das Wechselkursrisiko mit sich. Allerdings haben Anleger hier in der Regel die Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen. Da Wechselkurse stark schwanken, steht diese Chance aber grundsätzlich nicht im Verhältnis zu den Risiken. Eine Absicherung gegen Wechselkursrisiken ist also durchaus ratsam.

Letztlich kann man sagen, dass man Geldmarktfonds nicht generell die Eigenschaften sicher und renditestark zuschreiben kann. Man sollte sich den die in Frage kommenden Geldmarktfonds und deren Investitionsstrategie sehr genau anschauen. Viele Investmentgesellschaften haben auch aus der Krise gelernt und schrauben den Anteil der Anleihen zurück.
 
 
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