Geiselnahme in Felsberg
In Felsberg kam es am Anfang der Woche zu einem bewaffneten Überfall, der in eine Geiselnahme mündete. Ort des Geschehens war das Casino der Stadt, wo sich der Täter gegen 21 Uhr einfand. Er hielt sich danach etwa eine Stunde innerhalb des Casinos auf und ging dann – gegen 22:25 Uhr zur Kasse. Er sprach mit einem Mitarbeiter des Casinos und wollte Kleingeld eintauschen, dass er gewonnen hatte. Aber als der Mitarbeiter die Kasse Öffnete, schlug die Situation um.
Der Mann zog eine Waffe. In der Zeugenaussage ist von einer „großen schwarzen Pistole" die Rede und bedrohte damit den Casino-Mitarbeiter. Mit diesem Druckmittel ließ er sich mehrere 100 Euro-Scheine auszahlen und verschwand dann Richtung Haupteingang.
Während für die Casino-Mitarbeiter an diesem Punkt der Schrecken ein Ende hatte, begann er für einen jungen Mann gerade erst. Dieser hielt sich gerade in seinem Auto vor dem Casino auf und wurde plötzlich mit der Waffengewalt des Räubers konfrontiert. Der Täter zwang den jungen Mann ihn in sein Auto zu lassen und Richtung Kassel zu fahren.
Ein so skrupelloses Vorgehen kennt man ja eher aus Aktionfilmen, aber der dieser Räuber schien der Dreistigkeit noch eins draufsetzen zu wollen. So zwang er seine Geisel, an einer Tankstelle halt zu machen und ihm eine Handykarte zu kaufen. Leider gibt es aktuell keine Informationen von der Polizei, wie dies geschehen ist. In Kassel am Platz der Deutschen Einheit hatte der Schrecken endlich auch für den jungen Mann im Auto ein Ende, denn dort ließ der Räuber seine Geisel rechts ranfahren und verschwand in die Nacht.
Es stellt sich nun natürlich die Frage, warum bei diesem Ereignis die Security des Casino in Flensburg nicht aktiv geworden ist. Immerhin gibt es eine recht ausführliche Beschreibung des Täters – er wird bei seiner Flucht sicher einige Video-Kameras passiert haben. Zwischen 30 und 35 Jahre alt war der Mann etwa 1:77 m groß. Er trug einen Kapuzenpulli und hatte kurze, schwarze Haare. Insgesamt hatte er eher einen südländischen Typ und sprach schlechtes Deutsch mit starkem Akzent. Für Hinweise ist die Polizei dankbar.
Franziska Steiner