Das
Gehalt, also die finanziellen oder sonstigen Leistungen, die ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber für seine Arbeitsleistungen erhält, ist ein ausschlaggebender Punkt für die Motivation der Mitarbeiter einer Firma. Hier können zudem Anreize gesetzt werden, um die Leistung eines einzelnen nach klaren, transparenten Kriterien durch finanzielle Boni zu belohnen – und so die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Wichtig ist das Thema Gehalt aber insbesondere auch dann, wenn ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden soll. Werden hier falsche Erwartungen geweckt oder unrealistische Gehälter angeboten, kann der Bewerbungsprozess bereits an diesem Punkt beendet sein – oder der eingestellte neue Kollege ist aufgrund ausbleibender Gehaltserhöhungen bereits nach kurzer Zeit auf der Suche nach einer beruflichen Alternative.
Deshalb tun Firmen gut daran, vor dem Einstellungsprozess ein realistisches Bild über das ortsübliche Gehaltsniveau für das Stellenprofil des neuen Mitarbeiters zu recherchieren. So werden Ausreißer nach oben oder unten vermieden: die Gehälter, die ja in den meisten Fällen den Großteil der Ausgaben eines Unternehmens ausmachen, bleiben auf einem marktüblichen Niveau, es wird nicht mehr Geld ausgegeben, das dann an anderer Stelle fehlen könnte. Was aber noch wichtiger ist: Geeignete Kandidaten werden nicht durch viel zu niedrige Gehaltsversprechen vom neuen Job abgeschreckt.
In Deutschland ist diese Ermittlung von belastbarem Datenmaterial für anstehende Gehaltsverhandlungen bereits schwer genug, wobei hier auf belastbarere Gehaltsstudien zurück gegriffen werden kann als in geringer entwickelten Ländern. Insbesondere in fremden Kulturkreisen wird die Suche nach Gehaltsvergleichen um so schwieriger. Zu bedenken ist neben der sprachlichen und kulturellen Barriere auch der Mangel an leicht zugänglichem Zahlenmaterial, auf dessen Basis man dann eine ungefähre Vorstellung von den ortsüblichen Gehältern erhalten könnte.
Osteuropa zählt zu diesen Regionen, die Gehälter hier zeichnen sich zudem durch eine sehr große Bandbreite aus. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass westliche Investoren für Manager zu viel zahlen – qualifizierte Führungskräfte wären bereits zu einem wesentlich günstigeren Monatsgehalt zu bekommen. Andererseits sparen dieselben westlichen Firmen dann bei den Einstiegsgehältern der Produktionsmitarbeiter oder Verkäufer – was keine gute Idee ist, denn das Gehaltsgefüge sollte in sich stimmig sein.