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Gedanken über die Welt (Teil 3)

Autor: Lackner | Erstellt am: 09.07.2011 | Gelesen: 430
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - BRING: Bescheidenheit, Respekt, Initiative, Neugier, Gerechtigkeit

Was ist richtig und wichtig?  Die Antworten scheinen immer schwieriger zu werden bei der Komplexität zunehmender Globalisierung und bei den Informationslawinen unserer Zeiten, in denen Verpackung, Eigeninteressen und Eigenlob den Inhalt erschlagen. Manchmal ist das aber kein großes Übel, sind doch viele Informationen entweder falsch, haben eine Halbwertszeit von Minuten oder sind schlicht unsinnig. Jedoch, das Fatale daran: Das Unwesentliche und Blöde trübt den Blick derart, dass der Wald vor lauter Bäumen übersehen wird, mit viel Blabla Unwesentliches breitgetreten wird und an Wichtigem vorbeidilettiert wird.

Aber: Wenn es bei der Erziehung gelingt, dass Kinder maßvoll mit Ressourcen umgehen (bescheiden sind), Rücksicht auf Lebewesen und auf die Natur nehmen (respektvoll sind), anpacken und Herausforderungen annehmen (initiativ sind), aufmerksam die Welt zu begreifen versuchen (neugierig sind) und fair Güter und Chancen zu teilen bereit sind (gerecht sind), dann braucht uns um die Menschheit nicht bange zu sein.

Wenn die „BRING (Ref. „Gedanken über die Welt, Teil 1") – Familien" und die „BRING – Kindergärten" ihre Aufgaben gut erledigen, dann  wird es immer mehr bescheidene, respektvolle, initiative, neugierige und gerechte Menschen geben.

Mehr Menschen mit dem Wunsch Neues zu erfahren und insbesondere Verborgenes kennenzulernen - mit Interesse am Wissenswerten, mit Forscherdrang und Suche nach dem Verstehen (nach dem „Warum?"), um nicht bei der erstbesten Lösung hängen zu bleiben. Damit die wirklichen Ursachen der Probleme beseitigt werden können. Und dieses Wissen wird immer notwendiger werden, um die Effektivität, den Wirkungsgrad von Maschinen, Anlagen und Systemen in der Landwirtschaft, Industrie, in den Städten und Gemeinden und in den Haushalten zu erhöhen, um damit mit den begrenzten Ressourcen unserer Erde einer wachsenden Bevölkerung gute Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Und Bescheidenheit und Respekt machen dieses Wissen entscheidend wertvoller. Wissen mit diesem Rahmen (Bildung) ist dann die Grundlage, um sich in einer komplexen Welt zurechtfinden zu können und damit ein Weg zu mehr Gerechtigkeit. Und die braucht es dringend, in unserer (vom Menschen oft unbeeinflussbaren) ungerechten Welt.

Und wir brauchen die Menschen mit Initiative und Engagement, damit unsere Welt immer und immer wieder ein Stück besser wird –  für den Einzelnen, in der Familie, in den Kommunen, in der Arbeitswelt, in der Wirtschaft, auf den Ämtern und Behörden, in der Politik und auf allen Plätzen dieser Welt.

All das wird notwendig sein. Aber es nicht die Lösung für die gewaltigen Probleme unserer Tage: Es muss jetzt viel mehr geschehen, um die Armut und den Hunger in der Welt, die Zerstörung von Natur, die Verschmutzung der Umwelt und den Raubbau an den Ressourcen, den Terror und die politischen Unruhen, die Tierquälerei, die Korruption in der Wirtschaft und in der Politik, die Unfairness und die Ungerechtigkeit und die Ineffektivität in der Bürokratie wirkungsvoller zu bekämpfen. Es muss mehr geschehen, um der Verantwortung für nachfolgende Generation gerecht zu werden, die unsinnigen Transporte einer irregeleiteten Globalisierung einzudämmen, die gewaltigen Dimensionen der Finanzspekulationen zu verhindern, die notwendigen Anpassungen an den demografischen Wandel in der Gesellschaft durchzuführen, zielführende Maßnahmen gegen die Zivilisationskrankheiten zu setzen und Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement wirkungsvoll durchzuführen.

Alle diese Probleme sind vorwiegend Menschenwerk und es liegt in den Köpfen und in den Händen der Menschen diese Probleme zu lösen.

Werte Staatenlenker, korrigieren sie ihre Prioritäten. Packt es an.
 
 
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Gepostet von Robert Lackner, www.h-eureka.com am 01.08.2011
Gedanken über die Welt (Teil 5):

„Die Scheidungsparty war viel geiler, als meine Hochzeit“, sagt die 52-jährige Kosmetikerin über das Fest bei ihrer zweiten Scheidung. „Ich habe ihn ausgemustert, entsorgt. Der hat es einfach nicht gebracht, der Schlappschwanz. Der Erste war ein Workaholic, nur Arbeit und Hausbau im Sinn und keine Zeit für Spaß und Disco.“
Im deutschsprachigen Europa wird jede dritte Ehe geschieden, davon überdurchschnittlich viele in den Großstädten. Rekordverdächtig ist - küss die Hand gnädige Frau - Wien mit über 63 Prozent.

Damit gibt es Scheidungen, wie Geburten oder Hochzeiten. Und vorne weg liegen die Frauen. In über 55% der Fälle wird der Scheidungsantrag nur von der Frau eingereicht. Die Frauen haben sich emanzipiert und nehmen ihr Leben selbstbewusst in die Hand.
Auch die Ehezeit wird kürzer: Viele Ehen schaffen es gar nicht bis zum verflixten 7. Jahr und werden schon vorher geschieden. Eine Scheidung ist heute nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang. Viele Frischgeschiedene haben noch viel vor und feiern ihre Trennung.
Alles Roger, solange er/sie tut, was sie/er will. Wenn nicht, dann ist Schluss mit lustig. Die Zeiten der Kompromisse und der Einschränkungen sind dann endlich vorbei. „Tschüss, baba und fall nicht. „

Selbstbestimmung - selbst, selbst, ich – und ein Hoch dem Ego-Motto „Ich will alles und das sofort.

Er ist also da, der Fortschritt, um den alle so gerungen haben. Nun dürfen sich alle Selbstverwirklichen - beispielsweise beim Belege einscannen an den Supermarktkassen, beim Telefonverkauf oder beim Fünfsekundentakt an den Fließbändern.

Gleichheit für Mann und Frau. Frau und Mann, alle dürfen/müssen alles machen müssen/dürfen. Biologie hin oder her. Und wenn es sonst nicht gelingt, dann mit Quote.

Wehe den Hinterwäldlern mit ihrem Diskriminierungsgeschwätz!

Kinder stören offensichtlich diese Idylle – oder hat die sinkende Anzahl der Kinder (bei gleichzeitig steigendem Anteil an unehelichen Kindern) in vielen Übermaßgesellschaften andere Gründe?

Genervt vom Job, vom Chef, von der Kollegin, von den Kunden und von den beruflichen Verpflichtungen, After-(work)-parties, BCTM´s (Business-Come-Together-Meetings) und aufregenden Geschäfts- und sonstigen Kontakten - und da soll noch Zeit und Energie für die nervenden und neugierigen Forscherschreihälse zu Hause übrig sein - für einen oftmals wenig bedankten Arbeitseinsatz als Kinderzieher(in) und Familienmanager(in)?

Da müssen dann eben Prioritäten gesetzt werden – für den Fortschritt. Keine Kinder oder die Erziehung auslagern oder alles bereitstellen, dass endlich Ruhe herrscht. Oder dem Zufall überlassen.
Und wenn der Zufall gnädig ist, dann werden die Kinder maßvoll mit Ressourcen umgehen (bescheiden sein), Rücksicht auf Lebewesen und auf die Natur nehmen (respektvoll sein), anpacken und Herausforderungen annehmen (initiativ sein), aufmerksam die Welt zu begreifen versuchen (neugierig sein) und fair Güter und Chancen zu teilen bereit sein (gerecht sein).

Leider dürfte der Zufall öfters jedoch Sorgen haben, oder hat die steigende Jugendkriminalität, Häufungen psychischer Störungen, Drogenkonsum, Online- und Spielsucht andere Gründe, als zu wenig Zeit und Inhalt für die Kindererziehung in der Familie?

Die Wirtschaft freut´s, denn die Aussichten auf nachhaltige Umsätze sind blendend: Diabetes, Fettleibigkeit, Magersucht, psychische Störungen und Abhängigkeiten von allen möglichen Drogen inklusive der Spiel- und Online-Sucht lassen die Kassen klingeln. Und dabei geht es um hoch qualifizierte Arbeitsplätze, welche dauerhaft gesichert werden: Ärzte, Psychologen, Pfleger, Versicherungen, Krankheitsverwalter. Und nicht zu vergessen: die Fastfoodler, Automatenaufsteller, Discoten, Telekomler, Gesichtsbüchler, Tabakwuzzler und Branntweiner.

PS: Ein sicher noch unreifer Vorschlag, aber eine Anregung: Es braucht viel mehr Anerkennung für die Erziehungsleistung, für den Wert dieser Aufgabe für die Zukunft unserer Gesellschaft - und ein finanzielles Dankeschön: Jede Mutter (oder jeder Vater, wenn er für die Erziehung der Kinder gesorgt hat) erhält für jedes ihrer Kinder mit ordentlichem Grundschulabschluss und 25 Jahren ohne Vorstrafeneintragung 100.000 Euro auf ein Treuhandkonto.
Gewidmet von der Finanztransaktionssteuer.







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