Fußgeruch
Fußgeruch ist ein peinliches, wahrhaftiges Problem, eine Hygieneproblem und nicht in erster Linie ein Gesundheitsproblem. Denn Fußgeruch kann auch zustande kommen, weil man billiges Schuhwerk trägt, das mit noch billigerem Leim hergestellt wurde. Ein Problem, das sich eigentlich schon beim Schuhkauf lösen ließe, wenn man den Geruch des Schuhs beim Kauf überprüft. Ein stark riechender Schuh wird nicht besser riechen, wenn die Füße einmal darin geschwitzt haben. Bestes Beispiel sind die beliebten Leinenschuhe, die eine Gummisohle haben. Der Fuß schwitzt darin ungemein und der Geruch wird unbeschreiblich.
Auch im Vorfeld lösen ließe sich das Problem, ginge man, vor allem junge Menschen, nicht nach der Mode. Sportschuhe sind schick, aber wenn der Träger dieser Schuhe zu feuchten Füßen neigt, sollte die Vernunft siegen und ein Verzicht auf Sportschuhe, Turnschuhe oder Kunstlederschuhe geübt werden. Denn schwitzt der Fuß erst einmal, wird eine hervorragende Umgebung für Pilzkeime geschaffen, die den üblen Geruch hervorrufen.
Nicht geredet wird hier von High Tech Sportschuhen mit Klima Membran, die eine Atmung des Fußes zulassen. Aber solche Schuhe zählen auch in der Regel nicht zu den Billigschuhen.
Ein weiterer Aspekt dem
Fußgeruch zu begegnen, ist die Wahl der Socken. Alles Synthetikmaterial sorgt durch Schwitzen wieder für keimfreundliche Bereiche. Besser dagegen sind Socken aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Wolle oder Seide sowie Mischformen der Naturgewebe.
Spätestens dann, wenn man beim Barfußlaufen entdeckt, dass der Fuß voller Bläschen ist und die Nägel eine komische, stupfe Farbe haben, muss man an Fußpilz und Nagelpilz denken, den man ärztlich und podologisch versorgen muss. Beide Pilzarten sind hoch ansteckend und streuen gut. Außerdem sind sie ein Indikator dafür, dass das Immunsystem angegriffen ist, was ein weiterer Grund für ärztliche Versorgung ist. Oft helfen in schweren Fällen dann nur noch Antibiotika. Wenn der Verlauf erst am Anfang ist und noch nicht so ausgedehnt, dann kann man auch mit homöopathischen Behandlungen und durch Teebaumöl oder andere ätherische Öle Erfolg haben.
Für alle Verlaufsfälle und gleichzeitig zur Prophylaxe gilt: viel Luft an die Füße lassen, die Füße waschen, durch die jahreszeitlich abhängige Wahl des richtigen Schuhwerks dafür sorgen, dass die Füße gar nicht oder nur wenig und kurze Zeit schwitzen. Häufiger am Tag die Strümpfe wechseln und solange keine Pilzerkrankung vorliegt, viel barfuss laufen. Stress bedingten Schweiß durch Entspannung vermeiden, so dass nur noch hormonell bedingter Schweiß übrig bleibt. In den seltensten Fällen nämlich ist Fußgeruch genetisch bedingt.
Nadine Müller