Schiedsrichter Lubos Michel unter Verdacht
Zwei der Exekutivmitglieder der Fifa sind bereits gesperrt. Reynald Temarii ist für ein Jahr aus allen Aktivitäten innerhalb des Fußballs ausgeschieden und musste eine Strafe von 5 tausend Franken zahlen. Sein Nigerianischer Kollege Amos Adamu musste sogar 10 tausend Franken Schadensersatz zahlen und wird sogar mindestens für drei Jahre nicht mehr in der Fußballszene aktiv sein.
Zwar legten beide ehemaligen Fifa-Exekutivmitglieder Einspruch gegen dieses Urteil ein, aber dieser wurde bereits von der Berufungskommission des Weltverbandes abgelehnt. Die Sperrung bewirkte das Ethikkomitee für Adamu und Temarii aufgrund der schweren Vorwürfe zu Korruption. So sollen die beiden Exekutivmitglieder die Vergabe der Endrunden der WM für 2018 und 2022 beeinflusst haben.
Nun spitzt sich der Fußball-Skandal weiter zu und weitere Namen kommen mit Vorwürfen zur Manipulation in Verbindung. Der neuste Name in diesem Zirkus ist Lubos Michel, der als Schiedsrichter der Fifa tätig war. So hat Michel beispielsweise bei der WM 2006 das Viertelfinale geleitet, bei welchem Deutschland auf Argentinien traf. Laut der Vorwürfe soll Michel nun als Kontaktmann gedient haben, um Machenschaften zwischen Marijo C. und Jozef Marko zu unterstützen. Jozef Marko war Uefa-Funktionär und soll angeblich von Marijo C. und dem in diesem Fall ebenfalls angeklagten Antes S. insgesamt 50 tausend Euro erhalten haben. Diese Summe wurde Marko gezahlt, damit er seine Position in der Uefa dafür einsetzte, um dem Referee Novo Panic aus Bosnien dazu zu verhelfen, aufzusteigen.
Natürlich bestreiten sowohl Michel, als auch Marko, in diesen Korruptions-Skandal verwickelt zu sein. Allerdings zog Marko dennoch Konsequenzen aus der Angelegenheit und trat bereits Ende des vergangenen Jahres von seinem Posten als Uefa-Funktionär zurück. Die Disziplinarabteilung der Uefa hat bereits Ermittlungen eingeleitet und konnte feststellen, dass die genannten Namen tatsächlich in finanziellen Angelegenheiten miteinander in Kontakte standen. Das allein verstößt aber nicht gegen die Spielregeln des Fußball-Zirkus. Daher hat man bisher keine Pläne, gegen Marko vorzugehen.