Bet3000 will 1860 München sponsern
Die Löwen vom TSV 1860 München haben finanzielle Probleme. Der Fußballclub der zweiten Liga wird von der Pleite bedroht und braucht dringend einen Investor, der etwas Geld in die leeren Kassen spült. Dies vor Augen, machte man bei 1860 München Nägel mit Köpfen und die beiden Geschäftsmänner hinter dem Fußballclub – mit Namen Robert Schäfer und Dieter Schneider, wobei letztere auch den Präsidenten der Löwen darstellt – gingen auf einen in Gibralter ansässigen Sportwettenabieter zu: Bet 3000.
Bet 3000 könnte nun der neue Hauptsponsor und ein investitionsstarker Partner für die Münchner werden. Der Betreiber hinter dem Sportwettenanbieter – Simon Springer – äußerte sich zuversichtlich: "Wir sind ziemlich weit, was unser Engagement betrifft" erklärte er der Süddeutschen. Offenbar musste es bei dem Fußballclub außerordentlich schnell gehen und so sei vieles „in der Not bei 1860 geboren worden". Fan der Löwen ist Simon Springer zwar nicht, aber bei einem Unnehmen mit internationaler Spannweite – so erklärt er – müsse man eben als Geschäftsmann denken und handeln.
Nun gilt es aber zunächst, einige politische Hürden zu nehmen, bevor das Label Bet 3000 bei 1860 München auf den Trikots erscheinen darf. Immerhin ist der deutsche Markt für Sportwetten noch nicht geöffnet und so gingen beschwerden bei den Fußballclub über den neuen Sponsor ein. Im Freistaat sei nur der staatliche Sportwettenanbieter Oddset erlaubt, hieß es da.
Das Blatt könnte sich für Bet 3000 und 1960 München nun aber doch noch zu Gunsten der Löwen wenden, denn nun soll doch der Markt für andere private Anbieter von Sportwetten geöffnet werden. Um als Hauptsponsor für 1960 München einzutreten, müsste sich Bet 3000 um eine der Lizenzen bewerben, allerdings sind diese mit einigen Auflagen versehen. Denn mit den Lizenzen kommen kräftige Abgaben an den Umsätzen innerhalb von Deutschland einher, die aller Wahrscheinlichkeit nach enorm hoch ausfallen werden. Ob Bet 3000 auch unter diesen Umständen noch Sponsor der Löwen sein möchte, bleibt ein
Rätsel.
Franziska Steiner