Eine Drehbank ist eine Maschine, welche zumeist runde Werkstücke herstellt. Dieses geschieht durch einen im Dreibackenfutter befestigten Drehmeißel. Das Prinzip ähnelt einem handelsüblichen Bohrfutter, in welchem ein Bohrer eingespannt wird. Dreibackenfutter werden benötigt, weil meistens runde Rohlinge wie Wellen, Pumpenlaufräder oder generell Rundstähle bearbeitet werden. Soll ein quadratischer Rohling bearbeitet und demzufolge eingespannt werden, benötigt man ein Vierbackenfutter. Diesen Teil der
Drehbank nennt man den "Spindelstock", welcher fest fixiert ist.
Gedreht wird immer der Rohling. Der Drehmeißel ist festgeschraubt oder aber in einer Klemmvorrichtung festgespannt, welche es erlaubt, rasche Drehmeißelwechsel durchzuführen. Bewegt werden kann der verschraubte Drehmeißel auf drei Ebenen wo er in jeweils zwei verschiedene Richtungen steuern kann.
Das Gegenstück zum starren Spindelstock nennt man den "Reitstock". Reitstock deshalb, weil dieser Teil der Maschine auf der Säule, dem sogenannten "Bankbett" , vor bzw. zurück gestellt werden kann. Erreicht man die gewünschte Stellung, so kann der variable Reitstock fixiert werden.
Der Reitstock dient bei langen Rohlingen als Stütze. Die Rohlinge haben am Ende eine zentrisch ausgeführte Vertiefung, in welche die Spitze des Reitstocks, die "Pinolenspitze" , eingeführt wird. Zu lange Rohlinge würden ohne diese Justierung unkontrolliert umherschlagen bei eingeschaltetem Betrieb.
Wird die Drehbank durch ein computergesteuertes Programm bewegt, wird diese eine "
CNC-Drehmaschine" genannt. Der für eine Drehbank typische manuelle Steuerungsfaktor fällt so weg. An einer nicht computergesteuerten Drehbank entscheidet der jeweilige Arbeiter allein über die die Qualität des Endproduktes. An einer modernen CNC-Drehmaschine ist er lediglich ausführendes Element der vorherigen Programmierung.
Sten Koeppe