An oberster Stelle steht die Forderung, alle Standortfaktoren in ihrer Relation zueinander richtig und mit möglichst wirklichkeitsnahen Abständen bzw. Differenzen einzuordnen. Ähnlich einer Bewertung bei Eiskunstläufern kommt es erst einmal darauf an, bei allen Standortfaktoren durchgängig den gleichen Bewertungsstandards und -regeln zu folgen.
Jede Kommunalverwaltung sowie jedes ortsansässige, ansiedlungsinteressierte oder existenzgründende Unternehmen muss für sich selbst herausfinden, ob damit alle individuellen Zwecke, Ziele und Anforderungen abgedeckt werden können. Entscheidend hierbei sind eindeutige Ja-Antworten auf folgende Kernfragen zu Standortfaktoren:
- Vollständigkeit ?
- Gewichtung ?
- Vergleiche von Eigen- und Fremdbildern ?
- Bewertungen mit verschiedenen Dimensionen ?
Vgl. hierzu auch Jörg Becker: Standortmarketing mit Qualitätsprofilen – Ampel-Anzeigen und Profil-Portfolios, ISBN 978-3-8370-9704-7. Bei der Bewertung der Standortfaktoren muss man tief, teilweise bis unter die Oberfläche in das Standortgeschehen hinein tauchen. Dabei gibt es keinen Fixpunkt, an dem man alles festzurren könnte. Vielmehr können sich Bewertungsergebnisse sowohl mit dem Standort und Blickwinkel des Betrachters als auch mit dem Betrachter selbst verändern. Je nachdem, wer auf einen Standortfaktor schaut und von wo aus jemand auf einen Standortfaktor schaut, kann dieser in einem anderen Licht erscheinen. Positionierung im Gesamtzusammenhang und Bewertungsgrundlagen mit: Grundsatzfragen , verschiedene Bewertungsdimensionen, Standard-Bewertungsbogen, Grundprinzip der Ampel-Auswertung oder Grundprinzip der Portfolios-Auswertung. Clusterbezogene Bewertungsbogen mit: Bewertungsbogen für Prozessfaktoren, Bewertungsbogen für Erfolgsfaktoren, Bewertungsbogen für Humanfaktoren, Bewertungsbogen für Strukturfaktoren, Bewertungsbogen für Beziehungsfaktoren. Portfolio-Profile des Standortes mit: Portfolios zu Prozessfaktoren, Portfolios zu Erfolgsfaktoren, Portfolios zu Humanfaktoren, Portfolios zu Strukturfaktoren, Portfolios zu Beziehungsfaktoren, Bewertungs-Fazit und Ausblick.
Damit Bewertungen von Standortfaktoren nicht für politische Zwecke oder die Verfolgung gezielter Einzelinteressen benutzt und vielleicht missbraucht werden können, müssen die verwendeten Maßstäbe und Messlatten stabil austariert und die zugrunde gelegten Parameter, ersatzweise Begründungen, transparent offengelegt werden. Je mehr und intensiver man sich mit Bewertungsfragen beschäftigt, umso mehr wird man zu der Auffassung gelangen, dass es nur schwer möglich ist, den unterschiedlichen Aspekten und Facetten eines Standortfaktors mit nur einer einzigen Bewertungszahl bzw. -dimension gerecht zu werden. Um der Komplexität von Standortfaktoren zumindest ansatzweise gerecht werden zu können, sollte man sich auch mit der Bewertung einem möglichst wirklichkeitsgetreuen Bild von verschiedenen Seiten her zu nähern versuchen. Vgl. hierzu auch Jörg Becker: Standortmarketing mit Qualitätsprofilen – Ampel-Anzeigen und Profil-Portfolios, ISBN 978-3-8370-9704-7.
Jörg Becker
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