Wenn es zu den herausragenden Aufgaben des Personalmanagements gehört, dafür Sorge zu tragen, dass immer die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz für wirtschaftliches Handeln die Verantwortung trägt, so wäre die Antwort hierauf mit Fragezeichen zu versehen. Demnach stellt sich die Frage: was ist im Personalmanagement falsch gelaufen und was läuft vielleicht immer noch verkehrt?
Man mag noch so viel nach den Ursachen und Gründen für die Krise forschen. Sie ist keine Naturkatastrophe, sondern sie ist von Menschen gemacht und zu verantworten. Mögen auch falsche oder fehlende Regeln oder gar eine verfehlte Wirtschaftsordnung vorgeschoben werden. Denn auch diese sind kein Produkt der Natur sondern einzig und allein von Menschen gemacht. Will man also an die Wurzel allen Übels gehen, wird man zwangsläufig immer wieder nur zu Menschen und ganz bestimmten Personenkreisen kommen. Denn wer sonst als Personen in verantwortlichen Führungspositionen sollten an Geschehnissen im Zusammenhang mit der Krise beteiligt gewesen sein ? Wer also sonst könnte für das Ende einer Krise und die Begleichung ihrer Folgen sorgen ? Nun hat nicht jede Generation mehr die Zeit, dass sie die zehn Jahre oder mehr auf die Schadensbeseitigung warten könnte. Nicht jede folgende Generation wird einfach dazu bereit sein, Schulden ihrer Väter-Generation abzutragen und für eine Krise zu bezahlen, mit der sie nichts gemein hat. Womit man bei den Auswahlverfahren und -kriterien für Positionen wäre, die während der Krisenentstehung die verantwortlichen Stellhebel in Beschlag gehalten haben.
Vgl. hierzu Becker, Jörg: Führungspositionen ohne Klinsmann-Syndrom – Keine neue Krise zulassen, 2009; ISBN 978 3 8391 0644 0.Bisher hat noch jede Wirtschaftskrise auch etwas mit Managementfehlern zu tun gehabt. Aber welche Managementfehler könnten es sein, die rund um den Globus über alle Rassen und Hautfarben hinweg quasi im Gleichklang begangen werden ? Dass sich gleichlaufende Managementfehler quasi zu einer Tsunami-Welle überlagern und hochschaukeln konnten ? Erklärungsversuch Wissensmängel: könnte es sein, dass es zu wenige Daten gegeben hat ? In einer immer auch mehr Datenmüll produzierenden Welt dürfte es davon eher ein Zuviel als ein Zuwenig gegeben haben. Könnte es sein, dass aus diesem ausufernden Datenspektrum trotzdem zu wenig Informationen als nächst höhere Stufe der Daten gewonnen wurden ?
Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)