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Führungskräfte haben unnötig Angst vor persönlichen Krisen der Mitarbeiter

Autor: schlappinger | Erstellt am: 01.07.2009 | Gelesen: 910
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Was Manager von sozialer Krisenintervention lernen können

Führung ist Kommunikation. Eine Führungskraft vereinbart mit ihren Mitarbeitern Ziele, delegiert Aufgaben und Verantwortung, gibt Feedback, beurteilt die Leistung, bespricht Entwicklungsmöglichkeiten und weiß idealerweise auch über die berufliche Motivation und Karriereambitionen der Mitarbeiter Bescheid, genauso wie über relevante private Umstände wie etwa internationale Mobilität oder zeitliche Flexibilität.

Solange alles gut läuft, die Leistungen stimmen, die Mitarbeiter gesund sind und einen stabilen privaten Hintergrund haben, so lange sind diese Gespräche auch leicht durchzuführen, machen sogar Spaß und er­füllen wunderbar ihren Zweck: sie fördern die Motivation, die Leistung, die Entwicklung und die Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen.

Doch was, wenn der Mitarbeiter mit Alkoholfahne erscheint; wenn die junge Mutter im Team morgens immer wieder zu spät kommt; wenn der Kollege die Diagnose Krebs bekommen hat; wenn die ehemalige Leis­tungsträgerin Fehler über Fehler macht, nachdem ihr Mann die Scheidung eingereicht hat?

Gerade jetzt, in der Krisensituation, ist der Gesprächsbedarf besonders groß, und ausgerechnet jetzt stockt die Kommunikation, schreckt die Führungskraft erst einmal davor zurück, das offene Gespräch zu suchen. Vielleicht will sie nichts falsch machen, ist sie befangen, und wartet erst einmal ab, ob sich die Dinge nicht von selber regeln?

Die hohe Hemmschwelle, die schwierige Situation anzusprechen, ist nachvollziehbar, denn die Führungskraft kann nicht wissen, wie der Mitarbeiter reagieren wird. Wird er wütend alles abstreiten? Oder in Tränen ausbrechen? Oder alle Schuld für die Probleme dem Vorgesetzten zuschieben? Oder versu­chen, die Führungskraft für die Problemlösung verantwortlich zu machen? Da erscheint Abwarten als die leichtere Alternative.

Doch das Abwarten bleibt nicht folgenlos: Der Mitarbeiter fühlt sich allein gelassen, womöglich gar gemobbt, und eine gefährliche Abwärtsspirale droht, wenn zur außerberuflichen Krise noch die berufliche dazukommt. Burn Out, verbunden mit einem längeren Ausfall des Mitarbeiters, ist hier nicht unwahrscheinlich. Ganz zu schweigen von der negativen Wirkung auf die Kollegen im Team: sie müssen schlechte oder fehlende Leis­tung ausgleichen, sind selbst verunsichert, wie sie umgehen sollen mit einem Kollegen, der Probleme hat, die aber vom Chef tabuisiert werden.

Hier können Manager wie auch Personaler von Experten der sozialen Krisenintervention lernen: um die ver­schiedenen Arten von Krisen besser einschätzen und gezielt deeskalierend Einfluss nehmen zu können:

Was sind die Warnzeichen, die typischen psychologischen Abläufe in Krisensituationen? Wie kann ich als Führungskraft und/oder PersonalerIn hier unterstützend eingreifen, und wo bekomme ich professionelle Hilfe? Wie schaffe ich den Spagat, den Mitarbeiter optimal zu unterstützen und gleichzeitig mein Unternehmen professionell zu vertreten?

Zum richtigen Umgang mit schwierigen Lebenssituationen von Mitarbeitern bietet Stöger & Partner ein neues Seminar an - in interdisziplinärer Kooperation mit einer Expertin für soziale Krisenintervention: „Umgang mit persönlichen Krisen" richtet sich an Führungskräfte und Personaler, die in ihrem Arbeitsalltag mit Krisenbewältigung konfrontiert sind. Das Seminar dauert 2 Tage und beinhaltet ein jeweils einstündiges Coaching für jeden Teilnehmer, 1:1 mit einer Trainerin. Die Teilnehmer tauschen sich über ihr jeweiliges Rollenverständnis aus, wechseln die Perspektive und erweitern so ihren Blickwinkel. Hauptthemen sind:
  • Schwierige Lebenssituationen und Krisenanlässe
  • Psychologische Abläufe in Krisensituationen und mögliche Interventionen
  • Gesprächsvorbereitung und Durchführung
  • Nachbetreuung und externe Hilfen

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.stoegerpartner.de/..

Ansprechpartner: Berit Sievers

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Sonja Schlappinger
 
 
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