Es gibt viele Gründe für Eltern die Kleidung ihrer lieben Kleinen 2nd Hand zu kaufen.Nicht nur die Ersparnis von vielen Tausend Euro in den Baby- und Kleinkindjahren sind ein Grund dafür, sondern immer mehr tritt bei Eltern die Gesundheit vom Nachwuchs in den Vordergrund.
Allergien heißt das Schreckgespenst. Jedes 4. Kind in Deutschland soll bereits davon betroffen sein. Aufgerüttelt durch die Medien, vielleicht auch erschreckt durch eigene Erfahrungen im Freundeskreis, werden Mütter und Väter immer hellhöriger und wacher gegenüber Giftstoffen in Kinderkleidung.
Jutta Boeck, Inhaberin der Kinder-Secondhand Kette Bullerbü in Berlin und selbst Mutter von 4 Kindern, nahm vor 5 Jahren dieses Thema zum Anlaß, ihren ersten Secondhand Laden zu gründen. Heute verkauft sie in 4 Filialen „schadstofffreie" Kleidung. Tests haben schon lange ergeben, dass Kinder in gebrauchter Kleidung, weniger anfällig für Allergien sind. Die Gründe für dieses Phänomen liegen klar auf der Hand.
Es werden immer mehr Pestizide für die Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Giftige Farbstoffe und Weichmacher (zum Beispiel in sogenannten Stoppersocken) gehören ebenso zu der Giftpalette in der Kleidung. In Secondhand Kleidung sind diese meistens schon lange komplett herausgewaschen und wenn Mami die Wäsche zukünftig auch noch ohne Weichspüler wäscht, kann Kind sich einer viel gesünderen Haut erfreuen.
Das 2nd Hand Sachen formbeständig sind und nicht mehr eingehen, ist ein weiterer Vorteil.
Bullerbü möchte gesunde Kinder und plant gerade die Initiative: "Giftfreie Kleidung für Berliner Gören". Hierfür sucht Frau Boeck sucht noch die Zusammenarbeit mit Ärzten und Elterngruppen.
J.M.Glaser