Zitronenverbne
Teekräuter im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu ziehen ist nicht schwer. Schwerer ist es schon eher, eine Auswahl unter den vielen Kräutern zu treffen.Für die Liebhaber würziger Tees, die gleichzeitig auch eine heilende Wirkung haben, bieten
mediterrane Kräuter eine große Auswahl. Die Echte Pfefferminze ist gut bei Magenverstimmungen und Übelkeit. Dabei ist sie hocharomatisch und sollte in keinem Kräutergarten fehlen. Salbei und Thymian ergeben einen warmen Tee, der gut gegen Husten hilft. Griechischer Bergtee hat ein erdiges Aroma mit einer leichten Zimtnote. Alle sind sie sonnenliebend, können im Garten als auch in Kübeln gehalten werden und sind winterhart.
Wer die fruchtige Varianten der
Teekräuter bevorzugt, sollte keinesfalls auf
Zitronenverbene verzichten. Das sehr intensive Zitronenaroma ist herrlich erfrischend und auch an heißen Sommertagen als Eistee ein Genuss.
Zitronenverbene sollte einen geschützten Standort haben. Am Besten eignet sich ein windgeschützter Platz in sonniger Lage. Im Winter mit etwas Reisig abdecken.
Sehr lieblich mit einem leichten fruchtigen Charakter ist die Melisse. Im Sommer ergibt sie kalt angesetzt eine erfrischende Limonade. Wem die Pfefferminzen zu kräftig sind, der sollte die mentholärmere Apfelminze probieren. Ihr liebliches Aroma mit einer Apfelnote erfreut besonders Kinder. Melisse wie auch Apfelminze brauchen einen Platz, der sonnig und feucht ist. Apfelminze ist wie alle Minzen sehr ausbreitungsfreudig. Eine Pflanze bedeckt in einem Jahr leicht einen Quadratmeter Beetfläche.
Weniger bekannte Teekräuter sind die Indianernessel,
Cistus und Agastachen. Beide brauchen einen sonnigen Standort im Garten und viel Platz zum Ausbreiten. Die Indiannernessel oder Monarde hat ein würzig zitroniges Aroma und wurde zu Anfang des 19ten Jh. als Ersatz für Schwarztee in den Neuenglandstaaten verwendet. Agastachen haben ein fruchtiges Aroma mit eine leichten Minznote. Bei ihnen sind in allen oberirdischen Teilen so viele ätherische Öle vorhanden, so dass man auch die Stiele und Blüten als Tee nutzten kann.
Stellt man sich seinen eigenen Kräuterteevorrat für den Winter her, können ein paar Blüten den Tee optisch aufpeppen. Es eignen sich die Blüten der Ringelblume, Kornblume, Rosenblüten oder auch Holunderblüten.
Grundsätzlich können alle
Teekräuter frisch wie auch getrocknet verwendet werden. Man kann sie an sonnigen Tagen sammeln und schonend an einem dunklen, warmen Ort trocknen. Zum Aufbewahren eignen sich dunkle Gläser, die das schädigende UV-Licht vor den Kräutern schützen.