Unternehmen, die mehr leisten als nötig, gehen mit gutem Beispiel voran
Freiwilliges gesellschaftliches Engagement rückt immer stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit. Denn die Fülle der Aufgaben in diesem Land kann allein durch die soziale Marktwirtschaft momentan nicht befriedigt werden. Es sind noch viele Probleme anzugehen, die sich momentan eher verschärfen. Dazu gehören eine hohe Quote an Gewaltanwendung, schlechte Bildungschancen, Armut, Umweltverschmutzung, Drogensucht und vieles andere mehr.
Durch die Millionen Bürger, die ehrenamtlich tätig sind, wird das soziale Gefüge zusammengehalten. Auch viele Unternehmen engagieren sich. Dabei reicht die Spanne der Firmen von kleinen über mittlere Unternehmen bis hin zu großen Konzernen, die sich verantwortungsvoll verhalten. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen des Engagements. Zwei davon sind im Folgenden näher erläutert.
Ausbildung ermöglichen
Die Ausbildungsquote ist bei vielen Unternehmen zu gering - es werden vielerorts nur noch so viele Azubis eingestellt, wie später tatsächlich im Unternehmen gebraucht werden. Durch die fortschreitende Überalterung der Gesellschaft entschärft sich dieses Problem von allein. Trotzdem stehen insbesondere Hauptschüler und Realschüler mit einem schlechten Zeugnis oft alleine da. Es gibt allerdings Unternehmen, die viel mehr Lehrlinge als benötigt einstellen - das ist schon als
gesellschaftliches Engagement zu verstehen. Denn nur mit einer adäquaten Ausbildung kommen junge Menschen weiter im Leben.
Sie lernen neben dem Beruf auch Disziplin, Pünktlichkeit, das Tragen von Verantwortung, soziales Miteinander und dass sich Anstrengung auszahlt. Es sind besonders Unternehmen gefragt, die eher schlechten Schülern eine Chance geben. Auch Azubis, die eine zweite Chance suchen, dürfen nicht einfach abgetan werden. Die Probezeit gibt es nicht umsonst. Firmen, die anstatt auf Noten auf die Leistung und Anstrengungsleistung während der Probezeit achten, sind ebenfalls sozial engagiert und verdienen Hochachtung. Denn eine Ausbildung ist teuer und rentiert sich meist nur bei Übernahme der Azubis.
Finanzielle Unterstützung und Sponsoring
Auch die einfachste Form sozialen Engagements, nämlich die einfache Geld- und Sachspende, ist wichtig. Denn viele Initiativen, z.B. die Tafel, finanziert sich ausschließlich durch Spenden und wird durch ehrenamtliche Arbeit am Laufen gehalten. Jede Geldspende ist wichtig. Durch die Tafel wird zusätzlich deutlich, dass ausgemusterte Güter noch lange nicht auf dem Müll landen müssen, sondern ihr Wert für die Gesellschaft noch besteht. Das ist z.B. auch bei Möbeln der Fall, die von Unternehmen an Sozialkaufhäuser gegeben werden können.
Sponsoring ist ein sehr beliebtes gesellschaftliches Engagement bei den Unternehmen, da es für sie einen Mehrwert schafft, der sich an Neukunden und Kundenbindung messen lässt. Denn Sponsoring ist eine gute Werbung. Viele kleine Sportvereine sind auf dieses Engagement angewiesen. Ohne Sponsoring würde der Spielbetrieb oftmals gar nicht stattfinden. Dabei ist Sport insgesamt sehr wichtig, da er Menschen zusammenbringt und u.a. die Gesundheit sowie das Selbstvertrauen von Menschen aller Altersklassen stärkt.