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Freiwillige Krankenversicherung oder PKV?

Autor: PKV-Vergleich | Erstellt am: 09.09.2011 | Gelesen: 694
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: rateArateArateArateArateA
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(Online-Artikel.de) - Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung oder in die private Krankenversicherung wechseln? Vorteile und Nachteile der GKV und PKV im Vergleich

pixelio.de/Thorben Wengert
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Für viele Menschen, die nicht mehr versicherungspflichtig sind, stellt sich die Frage, ob die freiwillige Krankenversicherung oder die PKV die bessere Lösung ist. Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da die private Krankenversicherung zwar einige Vorteile bietet, die gesetzliche Krankenversicherung allerdings vor allem hinsichtlich des Preises und der Familienversicherung überzeugt. Ob also die freiwillige Krankenversicherung oder die Private Krankenversicherung genutzt werden, ist vom Einzelfall abhängig. 

Die gesetzliche Krankenversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung. Versicherungspflichtig sind in erster Linie Arbeitnehmer und Rentner, deren Einkommen nicht oberhalb der geltenden Versicherungspflichtgrenze liegt. Sollte das Einkommen jedoch steigen und damit die Jahresarbeitsentgeltgrenze übertreffen, können sich Angestellte von der Versicherungspflicht auf Antrag befreien lassen. Liegt ein solcher Antrag jedoch nicht vor, wird die Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung fortgeführt und es besteht eine freiwillige Versicherung. Mit Kündigung der GKV ist es dann mit entsprechenden Kündigungsfristen möglich, einen Wechsel in die Private Krankenversicherung durchzuführen. Voraussetzung ist jedoch der Nachweis einer neuen Versicherung, da in Deutschland die generelle Versicherungspflicht besteht. 

Doch nicht nur ehemals pflichtversicherte, auch viele weitere Menschen können die freiwillige Krankenversicherung nutzen, sofern sie eine bestimmte Versicherungszeit nachweisen können. Dies gilt beispielsweise für Selbstständige, die freiwillig der GKV beitreten oder für Familienversicherte, deren Anspruch auf die Familienversicherung endet. Für all diese Menschen stellt sich die Frage, ob sie weiter die freiwillige Krankenversicherung oder PKV nutzen sollten. 

Grundsätzlich sei gesagt, dass die private Krankenversicherung durchaus eine Reihe von Vorteilen aufweisen kann. Vor allem jüngere Menschen bis etwa 45 Jahre können bei einem Eintritt in die PKV deutlich niedrigere Versicherungsprämien erreichen und so Monat für Monat sparen. Diese Beiträge orientieren sich nämlich nicht am Einkommen, sondern lediglich am Alter und am Geschlecht sowie am Gesundheitszustand. Wer also jung und gesund ist, kann je nach gewählter Absicherung 10-40 Prozent sparen. Gleichzeitig muss allerdings beachtet werden, dass die Beiträge im Alter steigen und, anders als bei der GKV, nicht nach oben gedeckelt sind. Die Beitragsbemessungsgrenze regelt in der gesetzlichen Krankenversicherung nämlich den Maximalbeitrag, der nicht überschritten werden darf. Sofern Existenzgründer die freiwillige Krankenversicherung nutzen, wird für sie ein Einkommen in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze (2011: 3.712,50 Euro) zugrundelegt. Nur wenn sie ein geringeres Einkommen nachweisen können, wird der Ansatz und somit der Beitrag für die freiwillige KV entsprechend reduziert. 

Ein weiterer Vorteil der privaten Krankenversicherung im Vergleich zur freiwilligen Krankenversicherung ist die Tatsache, dass die Leistungen der PKV individuell gewählt werden können. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung werden gesetzlich festgelegt und bieten lediglich eine Grundversorgung im Krankheitsfall. Die private Krankenversicherung hingegen kann auch weiterführende Leistungen beinhalten, so etwa die Behandlung beim Heilpraktiker sowie die Unterbringung im Einbettzimmer im Krankenhaus. Für diese weiterführenden Leistungen sind aber natürlich auch höhere Beiträge zu entrichten, deren Höhe über einen Krankenversicherung Vergleich ermittelt werden kann. Letztlich findet sich in der privaten Krankenversicherung keine Familienversicherung. Kinder und nicht berufstätige Ehepartner müssten daher ebenfalls Versicherungsverträge abschließen, was separate Kosten verursacht. 

Aufgrund der zahlreichen Faktoren ist eine pauschale Entscheidung, ob die freiwillige Krankenversicherung oder PKV die bessere Lösung ist, nicht zu treffen. Ein Versicherungsvergleich für die private Krankenversicherung 2011 kann jedoch zeigen, welche Kosten bei der PKV anfallen würden und welche Vorteile Versicherte hier erreichen könnten. Auf dieser Grundlage kann die Entscheidung für oder gegen die PKV häufig leichter getroffen werden. 
 
 
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