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Frauen an die Front des Fachkräftemangels

Autor: nic.pr | Erstellt am: 19.06.2008 | Gelesen: 647
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Nationale Bündnisse bringen nichts – Lust auf Technik muss in Schule und Elternhaus vermittelt werden

Jetzt sollen es also wieder einmal die Frauen richten.

Düsseldorf, 19. Juni 2008 – Da es aktuell mehr als 40.000 offene Stellen für IT-Experten und über 90.000 für Ingenieure gibt, soll ein nationales Bündnis mehr Frauen zu einem Technik- oder Naturwissenschaft-Studium bewegen. Die Bundesbildungsministerin hat jedenfalls schon einmal den Startschuss für die Initiative von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden gegeben. Im Jahr 2007 gab es 72.000 Ingenieurinnen, das sind nur 11 Prozent aller Vertreter dieses Faches. Der Frauenanteil bei den Studienanfängerinnen beträgt in Maschinenbau und Informatik je 17 Prozent und in der Elektrotechnik neun Prozent. Mathematik behauptet die Spitzenposition mit 53 Prozent.

„Wenn ein akuter Mangel herrscht, dann besinnt man sich plötzlich darauf, allen möglichen Bevölkerungsgruppen goldene Brücken zu bauen. So sollen vermehrt ausländische Fachkräfte ins Land geholt werden, um Engpässe zu überwinden. Und nun denken Politiker, Wirtschaftsvertreter und Branchenverbände auf einmal auch an die Frauen, die sie an die Front des Fachkräftemangels schicken wollen", sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash.

Frauen verdanken wir, so Nadine Oberhuber in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Erfindung vieler wichtiger und nützlicher Dinge: Ohne Frauen gäbe es keine Kaffeefilter, Geschirrspülmaschinen, Scheibenwischer, Hängebrücken und Paketfallschirme. „Am Können der Damen liegt es also mit Sicherheit nicht, wenn sie sich zu wenig für Technikberufe begeistern. Es ist ja schön und gut, wenn die Bundesregierung diesen neuen Pakt mit rund drei Millionen Euro unterstützen will. Sinnvoller und langfristig wirksamer wäre es jedenfalls, endlich gegen die ungleichen Gehälter von Frauen und Männer vorzugehen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Denn wir sollten uns nicht in die Tasche lügen: Die Hauptarbeit im Haushalt und bei der Kindererziehung wird immer noch von den Frauen geleistet", so Nadolski.

Der Harvey Nash-Geschäftsführer plädiert dafür, wesentlich früher anzusetzen: „Eltern und die Schulen sind dazu aufgerufen, Mädchen und Jungen Lust auf Technik zu machen. Dann muss man auch nicht später Reparaturarbeiten leisten und Hände ringend versuchen, Frauen in die naturwissenschaftlichen und technischen Uni-Institute zu schleifen."

Weitere Informationen finden Sie auf www.harveynash.de.

Pressekontakt:
Ansgar Lange
nic.pr
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Coburger Straße 3
53113 Bonn
Telefon: 0228/620 43 84
Fax: 0228/620 44 75
E-Mail: ansgar.lange@nic-pr.de
 
 
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