Frankfurt, eine der bedeutetsten Städte in den Bereichen Finanz- und Dienstleistungen, hat die höchste Arbeitsplatzdichte (922 Arbeitsplätzen auf 1000 Einwohner in Deutschland. So ist es aber verwunderlich, dass die Arbeitslosenquote auf dem Bundesdurchschnitt liegt. Die Erklärung hierfür ist, dass viele Pendler aus anderen Großstädten nach Frankfurt kommen, um dort vorallem im Finanzsektor arbeiten.
Schaut man sich den regionalen
Stellenmarkt in Frankfurt am Main an, so stellt man auch vermehrt Suchen nach 400 Euro Jobs in vielen Bereichen fest. So waren im August 2009 ca. 28.245 Bürger in Frankfurt ohne Arbeit. Das entspricht einer Quote von 8,3%. Deutschlandweit waren ebenfalls 8,3% der Erwerbsfähigen arbeitslos. Dem entgegen stehen knapp 9.000 offene Stellen, aktuell sogar mehr als 11.000 unbesetzte Arbeitsplätze in der Main-Metropole. Trotz der Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosenquote nur um 0,1 Prozentpunkt gestiegen.
Betrachtet man sich die einzelnen Branchen näher, so fällt auf, dass die Branche Handwerk und Produktion derzeit rund 2.200 offene Stellen anzubieten hat, davon 600 im Baugewerbe und 300 im Elektroniker-Bereich. Mehr als 1.000 unbesezte Arbeitsplätze verzeichnet der Handel und Verkauf, darunter 600 offene Jobs im Einzelhandel (Verkäufer, Kaufleute, Filialleiter). An dritter Stelle steht mit knapp 1000 gesuchten Beschäftigten das Gesundheitswesen, die meisten in den Bereichen Altenpfleger und Krankenpfleger mit jeweils 300 Stellen. Dagegen ist die Branche Marketing, Werbung und PR mit nur knapp 100 offenen Stellen das Schlusslicht unter den Branchen. Selbst der Finanzsektor mit knapp 300 Jobangeboten ist besser vertreten. Auch auf dem Sektor Recht und Steuern sieht es in Frankfurt derzeit nicht gut aus (ca. 250 unbesetzte Jobs). Im Mittelfeld befinden sich die Branchen Technische Berufe (Maschinenbauingenieure, Elektrotechniker), Management (Abteilungsleiter, Projektleiter) und Gastgewerbe & Tourismus (Service, Küche) mit jeweils mehr als 500 offenen Stellen.
Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise ist der
Frankfurter Arbeitsmarkt in Takt. Doch die für Frankfurt charakteristischen Berufe im Finanzsektor sind der Krise zum Opfer gefallen. Dagegen können die handwerklichen Berufe stark zulegen. Trotz der im Vergleich zum gesamten Bundesland Hessen erhöhten Arbeitslosenquote findet man in Frankfurt auf jeden Fall etwas passendes für sich.
Danny Troll