Eine gut geeignete Methode zur Informationsbeschaffung ist das Interview. Neben der herkömmlichen Art der Befragung im journalistischen Bereich findet das Interview auch Anwendung in der Wissenschaft und im ganz normalen Alltag.Wo überall wird interviewt?
Grundsätzlich wird in einem Interview eine Person durch eine methodische Vorgehensweise dazu bewegt, sich zu einem bestimmten Thema zu äußern. Eine recht alltägliche Fragesituation ist das Vorstellungsgespräch, wo anhand eines strukturierten und oft auch standardisierten Frageverfahrens dem Bewerber Informationen aus dem beruflichen Bereich entlockt werden.
Aber auch in der Medizin kann durch den behandelnden Arzt ein Interview in Form der Anamnese durchgeführt werden. In der Psychologie und in der Pädagogik werden Interviews zur Ermittlung diagnostischer Werte eingesetzt. Hier wird die befragte Person dazu angeleitet, möglichst viele Informationen über sich mitzuteilen. Bei polizeilichen Verhören oder gerichtlichen Befragungen findet man ebenfalls eine Form von Interview vor, allerdings in etwas abgewandelter Form.
Das journalistische Interview
Aus dem Journalismus ist der Begriff „Interview" am ehesten bekannt. Hierbei handelt es sich entweder um in Zeitungen oder Zeitschriften abgedruckte Gespräche mit öffentlich interessanten Personen. Es kann sowohl als reine Darstellungsform, als auch als Recherchemittel eingesetzt werden.
Im journalistischen Bereich teilt man das Interview in drei Kategorien ein. Es gibt zum einen das Fragen zur Person, dann das Fragen zur Sache und letztendlich Meinungsinterviews. Oder es handelt sich um Berichterstattungen in Rundfunk und Fernsehen, wobei hier der Unterhaltungseffekt die größte Rolle spielt.
Das spezielle Interview
Eine immer bedeutender werdende Sonderform des journalistischen Interviews ist das
Experteninterview in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. Es erfreut sich großer Beliebtheit, weil so spezifisch für das Fach- und Themengebiet relevante Informationen besorgt werden können.
Gerade Studenten benutzen diese Methode, um die Ergebnisse ihrer Forschungen in Dissertationsarbeiten zu untermauern. Dabei bedienen sie sich nicht selten moderner Aufnahmetechniken. Die mit digitalen Diktiergeräten aufgezeichneten Interviews werden dann zur Transkription in Schreibbüros gebracht. Somit wird dem Stress vor dem Abgabetermin erfolgreich entgegengewirkt, denn die Delegation der Schreibarbeit schafft Raum für die Konzentration auf den Inhalt der Arbeit und fördert so die Aussichten auf deren gute Bewertung.
Maria Vieira